Jazz

Kaze & Ikue Mori


Kaze feiert 2020 zehnten Geburtstag. Das franko-japanische Quartett, das 2010 als Teil des Muzzik Festivals in Lille entstand, ist seither seinem erfreulichen, energetischen Free Jazz treu geblieben.

Fünf Alben, Touren in Japan, Nordamerika, Australien, Europa und dem Nahen Osten: Die Musiker eint ein unstillbarer Hunger nach dem Klangexperiment, eine ungebremste Energie sowie Enthusiasmus und die disziplinierte Intelligenz versierter Impro-Künstler. Um dieses Jubiläum zu feiern, hat das Quartett eine wichtige Repräsentantin der New Yorker Experimental-Szene eingeladen: Ikue Mori. Die drei Japaner in der Gruppe kennen einander schon lange; Satoko Fujii, Natsuki Tamura und Ikue Mori findet man gemeinsam mit dem amerikanischen Trompeter Wadada Leo Smith beim Aspiration Project, aber auch zusammen mit der dänischen Saxophonistin Lotte Anker auf dem 2018 erschienenen Album „Mahobin“. Kazes lustvoller Zugang zur Improvisation trifft auf Ikue Moris aufregende elektronische Sound-Palette. Die „extended techniques“ von Trompete und Schlagzeug sowie Satoko Fujiis meisterhafter Umgang mit dem präparierten Piano komplettieren die Erforschung der klanglichen Randbereiche der früheren Schlagzeugerin Ikue Mori. Diese fünf Musiker teilen eine Liebe zu Musik, die voller Anspielungen und dabei auch radikal ist, wo die Lust an der Begegnung, die Freude am Risiko und die Abwesenheit von Beschränkungen eine explosive und freie Begegnung hervorbringen, die weder die Künstler noch die Zuhörer kaltlässt.


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