Theater

Katzelmacher


Zu Beginn der Gastarbeiterwelle 1968 geschrieben, ist Katzelmacher ein Stück über Strukturen, Stimmungen, Spannungen und Milieu der nach wie vor existierenden kleinbürgerlichen Gesellschaft. Die Sehnsüchte und die Sexualisierung der jungen Leute sowie ihre Gewaltbereitschaft und Xenophobie Fremden gegenüber wird genau, und nach wie vor aktuell, darlegt.

Jugendliche in einem Dorf in der Nähe einer größeren Stadt. Sie treffen einander einzeln, paarweise, schlafen miteinander, schlagen die Zeit tot, sind unzufrieden mit ihren Jobs, haben Sehnsucht nach Geld, Macht und bürgerlicher Anerkennung. In der Gruppe herrscht eine Hackordnung, sie kontrollieren sich gegenseitig und beuten sich aus. Die Mädchen unterordnen sich scheinbar, träumen von der Liebe, sehen über die Rohheit und das schlechte Benehmen der Burschen hinweg, tratschen aber bösartig über andere Mädchen.

Lethargie, Stillstand, kleinbürgerliche faschistoide Enge. „Erst als Jorgos, ein Griech aus Griechenland in ihre Welt einbricht und mit seinem „nix verstehn" Aggression dem Fremden gegenüber auslöst, werden die Männer munter, raffen sich auf und schlagen ihn zusammen: Eine Ordnung muß wieder her!“, beschreibt Rainer Werner Fassbinder das Erscheinen des Gastarbeiters in Katzelmacher. Der Gastarbeiter wird zum Anlass ihrer Aggressivität, ist aber nicht die Ursache.

Katzelmacher ist eine Produktion des Instituts Schauspiel der Kunstuniversität Graz auf der Probebühne des Schauspielhauses

Besetzung:

Regie Nina Mattenklotz
Ausstattung Johanna Ralser
Musikalische Leitung Sandy Lopicic
Dramaturgie Evelyn Deutsch-Schreiner

Mit Henry Arturo, Christina Cervenka, Dominik Förtsch, Virginia Hartmann, Stephan Hirschpointner, Bettina Langehein, Christoph Radakovits, Tamara Semzov


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