Diverses · Literatur

Kathrin Röggla - Verfahren


Einen Werkstatteinblick gibt Kathrin Röggla in ihre derzeit entstehenden Arbeiten zu den Münchner NSU-Prozessen, die die Möglichkeiten von Rechtsprechung zu einem virulenten Thema werden haben lassen. In diesem Verfahren wurden nicht nur der systemische Rassismus, sondern auch die Lücken in der Schutzfunktion des Staates sowie das Ausmaß der Organisation rechtsextremer Gruppierungen durch ihre unzureichende Thematisierung (und die Arbeit der Nebenklage) sichtbar. Auch zeigte es die Grenzen der Aufklärungsmöglichkeit in einem Gerichtssaal, der zum Schauplatz fehlender Zusammenarbeit der Instanzen und Institutionen wurde. Welche Möglichkeiten hat Literatur um diesem gesellschaftspolitischen Problem zu begegnen?

Kathrin Röggla, *1971 in Salzburg, lebt in Berlin. Prosa, Theatertexte und Radioarbeiten. Zuletzt erschienen: Nachtsendung: Unheimliche Geschichten (2016).


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