Theater

Kassandra


Christa Wolfs berühmte Anti-Kriegserzählung hat 34 Jahre später an Aktualität nichts verloren. An mehreren Fronten gleichzeitig kämpft die tragische Heldin Kassandra innerhalb eines von Männern dominierten Staates nicht zuletzt für Autonomie. Unter Julia Nina Kneussels Regie verkörpern Julia Schranz und ihr digitales Gegenüber den schonungslosen Nachruf auf ein untergegangenes System – in einer neuen, eigens für die Bühne adaptierten Fassung.

Kassandra: Seherin, Verfluchte, Sklavin.
Zehn Jahre trojanischer Krieg – Troja ist verbrannte Erde. Kassandra, „Whistleblowerin“ der griechischen Mythologie, soll heute Nacht noch ermordet werden.Die Tochter des Königs hat den Untergang Trojas vorausgesagt, vor dem trojanischen Pferd gewarnt, doch sie blieb ungehört.

Wann Krieg beginnt, das kann man wissen, aber wann beginnt der Vorkrieg.
Falls es da Regeln gäbe, müsste man sie weitersagen. In Ton, in Stein eingraben, überliefern. Was stünde da. Da stünde, unter andern Sätzen: Lasst euch nicht von den Eignen täuschen.
Christa Wolf, Kassandra

Regie: Julia Nina Kneussel | Bühnenfassung: Julia Nina Kneussel, Martina Theissl
Dramaturgie: Martina Theissl | Video: Mihaela Kavdanska/KOTKI visuals
Musik: Stefanie Neuhuber | Ausstattung: Gudrun Lenk-Wane | Regieassistenz: Olivia Poppe | Regiehospitanz: Avelina Goetz

Mit: Julia Schranz


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