Kunstausstellung

Karl Wiesinger - Vorwärts, Genossen, es geht überall zurück


Adalbert Stifter Institut- Oberösterreichisches Zentrum für Literatur und Sprache

4020 Linz, Adalbert-Stifter-Platz 1

Sa., 16.05.2020 - Di., 13.10.2020

Mo: Geschlossen
Di: 10:00 - 15:00 Uhr
Mi: 10:00 - 15:00 Uhr
Do: 10:00 - 15:00 Uhr
Fr: 10:00 - 15:00 Uhr
Sa: 10:00 - 15:00 Uhr
So: 10:00 - 15:00 Uhr
  • Eintritt frei
Corona-Virus: Ab 29. Mai sind Veranstaltungen bis 100 Personen wieder erlaubt. Ab 1. Juli bis 250 Personen, ab 1. August für 500 bis 1.000 Personen. Sicherheitsregeln gelten weiterhin.

Die Ausstellung „,Vorwärts, Genossen, es geht überall zurück’. Karl Wiesinger (1923–1991)“gestaltet sich als Parallelerzählung von Leben bzw. Werk des Autors und Zeitgeschichte. Der seit 2012 im Adalbert-Stifter-Institut befindliche Nachlass Wiesingers bildet die Grundlage für die Rekonstruktion der Biografie eines politischen und literarischen Außenseiters samt ihren immer wieder überraschenden Wendungen.

In Leben und Werk des Linzer Schriftstellers Karl Wiesinger spiegeln sich die Konflikte, Umbrüche und Erstarrungen wider, die das „Zeitalter der Extreme“ (Eric Hobsbawm) prägten: die Totalitarismen des Faschismus, des Nationalsozialismus und Stalinismus, die Spannungen und Stellvertreterkriege des Kalten Krieges, die Kämpfe um Entwicklung, Bildung und Ressourcen zwischen Geschlechtern, Klassen und Nationen. Als Kind der Zwischenkriegszeit wächst Wiesinger in einen permanenten politischen Ausnahmezustand hinein. Da ihm eine bürgerliche Berufsexistenz aufgrund einer kriegsbedingten Tuberkuloseerkrankung weitgehend unmöglich ist, entwickelt er sich zum Kämpfer an der Schreibmaschine, der das Zeitgeschehen aus der Perspektive des überzeugten Kommunisten kommentiert. Im kulturellen und politischen Leben der Linzer Nachkriegszeit wird er zu einem Beobachter und Aktivisten, von dem immer wieder provokante Impulse ausgehen.

Die Ausstellung „,Vorwärts, Genossen, es geht überall zurück’. Karl Wiesinger (1923–1991)“gestaltet sich als Parallelerzählung von Leben bzw. Werk des Autors und Zeitgeschichte. Der seit 2012 im Adalbert-Stifter-Institut befindliche Nachlass Wiesingers bildet die Grundlage für die Rekonstruktion der Biografie eines politischen und literarischen Außenseiters samt ihren immer wieder überraschenden Wendungen.

Kuratoren: Georg Hofer, Helmut Neundlinger