Jazz

Karl Ratzer Quartett


Es gibt nicht viele österreichische Musiker, die von sich behaupten können, einen auch international hervorragenden Ruf zu genießen. Der Jazzgitarrist Karl Ratzer ist einer davon. Egal ob in Amerika oder hierzulande, überall wird der Wiener wegen seines außergewöhnlichen Gitarrenspiel geschätzt.
Ratzers Karriere begann im zarten Alter von 15. Jahren. Als Mitglied der legendären Band Gypsy Love, bei der er neben Jano Stojka, Kurt Hauenstein und Peter Wolf spielte, machte er sich bereits in frühen Jahren einen Namen. Anfang der 70er Jahre zog es den Ausnahmemusiker in die USA, wo es ihm innerhalb kürzester Zeit gelang, Fuß zu fassen. Die Liste der Namen mit denen Karl Ratzer zusammenarbeitete, liest sich wie das "Who is who" der jüngeren Musikgeschichte.

So war er gleich in ein Projekt mit dem Namen "High Voltage" involviert, in dem er sich gemeinsam mit der heute weltberühmten Chaka Khan die ersten Sporen verdient hat. Gefolgt von zahlreichen Kooperationen mit internationalen Größen wie Jeremy Steig, Art Farmer, Clark Terry, Lee Konitz oder Steve Grossman, kehrte Ratzer schließlich 1980 in seine Heimatstadt Wien zurück. Seither war er als Gastprofessor an diversen Hochschulen für Musik und darstellende Kunst tätig.

​Einem Europäer unüblich, besitzt Karl Ratzer die Gabe, seinem Blues jene Tiefe zu verleihen, die dem Zuhörer das Gefühl vermittelt, als stamme der Musiker selbst aus dem Mississippi-Delta. Wie alle großen seines Genres beherrscht der Wiener "Enttäuschungen genießbar zu machen, das Widrige und Niedrige nicht bloß auszuhalten, sondern es musikalisch zu vergolden."


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