Jazz

Karl Ratzer, Peter Herbert


Karl Ratzer ist der Meister der subtilen Gitarrenkunst, der entspannteste aller Saitenwizzards, der vielharmonischste unter den Tonsetzern, der beseelteste aller Stimmbandakrobaten, der raffinierteste aller Rhythmusknechte, der mit den unverständlichsten Ansagen aller Zeiten, der mit dem weichsten Kern unter all den Hartschalen-Lebewesen ... kurz: das Gesamtkunstwerk eines Musikermenschen.

Wie die Jahre zuvor auch zelebriert Sir Karl Ratzer den Jahreswechsel. Nun wollte eine Dame per elektronischem Brief wissen, was denn am „Silvester Special“ so speziell sei, wenn schon wieder Ratzer auf dem Programm stehe. Lassen Sie mich die Frage zuerst einmal mit einer Gegenfrage beantworten: Wieso drehen am 1. Januar seit Jahrzehnten zig Millionen Menschen (manche behaupten sogar, es wären knapp eine Milliarde) den Fernseher auf, wenn schon wieder die Wiener Philharmoniker das traditionelle Neujahrskonzert zum Besten geben? Sogar bei der Auswahl des Dirigenten gibts kein Novum (der großartige Mariss Jansons steht zum dritten Mal am Pult). Ich nehme an, weil die meisten wissen, dass die Philharmoniker ein fantastisches Orchester sind, welches das Strauss’sche Werkschaffen am überzeugendsten interpretieren kann. Oder einfach, weil das Konzert zu einem liebgewonnenen Zeremoniell geworden ist. Oder noch einfacher, weil das Neujahrsspringen für Menschen (sagen wir: aus Australien) keine wirklich attraktive Alternative ist.

Karl Ratzer ist der Meister der subtilen Gitarrenkunst, der entspannteste aller Saitenwizzards, der vielharmonischste unter den Tonsetzern, der beseelteste aller Stimmbandakrobaten, der raffinierteste aller Rhythmusknechte, der mit den unverständlichsten Ansagen aller Zeiten, der mit dem weichsten Kern unter all den Hartschalen-Lebewesen ... kurz: das Gesamtkunstwerk eines Musikermenschen.


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