Literatur · Diverse Musik

Karl Merkatz, Lesung & William Barton, Didgeridoo


Karl Merkatz engagiert sich schon seit Jahren für soziale Projekte, er ist zum Beispiel Obmann von SOS-Mitmensch. Er hat auch eine Vorliebe für die indigenen Völker der Welt. Seine Begegnungen mit den Aborigines in Australien haben ihn sehr beeindruckt.
Die Lesung von Karl Merkatz wird umrahmt durch die Musik von William Barton, mit dem ihn eine jahrelange Freundschaft verbindet.
Der renommierte australische Didgeridoo-Spieler und Komponist aus Queensland arbeitet auch mit großen KünstlerInnen, wie Peter Sculthorpe oder dem London Philharmonic Orchestra, zusammen. Weitere Informationen zu William Barton, finden Sie auf unserer Seite „Artist in Residence“.
Karl Merkatz wird das finale Programm mit William Barton erst in zweitägiger Probenzeit in Viktring festlegen. Er wird auch eindrucksvolle Bilder von seinen Reisen zu den Aborigines in Australien zeigen.
Sicherlich wird Karl Merkatz auch Ausschnitte aus „Mooncumbulli“ von David Unaipon lesen.
Unaipon wurde 1920 von der Adelaide Universität beauftragt, traditionelle Geschichten der Aboriginal People Geschichten aus Südaustralien für ein Buchprojekt zusammenzustellen. Viele der wunderbaren Geschichten, die er sammelte, stammten von seinem eigenen Volk, den Ngarrindjeri. Publiziert wurden die Geschichten 1930 unter dem Titel "Legenden und Mythen der Australischen Aborigines". Allerdings weder unter seinem Namen noch unter Angabe der Universität. Als Autor trat ein gewisser W. Ramsay Smith (Anthropologe und leitender Amtsarzt von Südaustralien) in Erscheinung. Dass diese Sammlung in Wahrheit einem der wohl ersten Aboriginal-Aktivisten, Wissenschaftler, Prediger und Erfinder zu verdanken ist, klärte sich erst 2001 in einem aufwendigen Forschungsprozess.
Der Mooncumbulli ist ein alter weiser Mann. Man kann sich wohl kaum eine bessere Besetzung für diese Rolle vorstellen als Karl Merkatz. Er gurrt sich im besten Sinne durch die Geschichten und hat genauso eine Stimme wie man sie sich eben von weisen Männern vorstellt. Merkatz ist mit Australien und seiner Kultur tief verbunden und zeigt wie farbig man die Sprache einsetzen kann um auch eindrucksvolle Bilder im Kopf entstehen zu lassen. Seine wohltuende Erzählweise hebt sich so angenehm vom Einerlei vieler Lesungen ab, dass man unweigerlich in den Bann der Geschichten gezogen wird.

Der Schauspieler Karl Merkatz wurde am 17. November 1930 in Wiener Neustadt als Sohn eines Feuerwehrmanns geboren. Nachdem er das Tischlerhandwerk erlernt hatte, gab er sich seiner großen Liebe, dem Schauspiel hin, und nahm Unterricht in Salzburg, Wien und Zürich. Es folgten Engagements unter anderem am Theater der Stadt Heilbronn, an den Städtischen Bühnen Nürnberg, am Salzburger Landestheater, an den Bühnen der Stadt Köln, am Schauspielhaus Hamburg, an den Münchner Kammerspielen, den burgenländischen Festspielen in Mörbisch, den Salzburger Festspielen sowie am Wiener Volkstheater.
Die vielleicht wichtigste Rolle in der Karriere von Karl Merkatz war "Der Bockerer" - ein gegen die Nazis renitenter Wiener Fleischhauer, den er auf der Bühne und in der Franz-Antel-Verfilmung spielte. Eine Gestaltung, für die der Darsteller bei den Filmfestspielen in Moskau 1981 mit dem "Preis für die beste schauspielerische Leistung" ausgezeichnet wurde und für die er ein Jahr später das "Filmband in Gold" erhielt.
Karl Merkatz war in mehr als 250 Film- und Fernsehproduktionen - meist in Hauptrollen - zu sehen. Neben "Der Bockerer" zählen zu seinen wichtigsten Arbeiten die bereits zum Kult avancierte Fernsehserie "Ein echter Wiener geht nicht unter", mit der Merkatz als Mundl das Bild vom lauten, aufbegehrenden Randbezirks-Wiener prägte, sowie die 13-teilige Fernsehserie "Der Spritzen-Karli".
Zu den Film- und Fernsehengagements gesellen sich mehr als 150 Theaterrollen, in denen Merkatz vor allem Nestroy, Raimund- und Shakespeare-Figuren darstellte. Merkatz wirkte außerdem in Operetten mit - etwa als Frosch in der "Fledermaus" von Johann Strauß. Er gastierte in Hamburg ebenso wie an der Niederländischen Oper Antwerpen. 1993 brillierte er erstmals in einer Musicalrolle am Stadttheater Klagenfurt als "Der Mann von La Mancha", später begeisterte er mit derselben Rolle auch am Wiener Volkstheater und auch am Theater an der Wien als Milchmann Tevje in "Anatevka". Hinzu kommen noch eine Vielzahl von Lesungen, einige mit Musikbegleitung namhafter Künstler


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