Literatur · Theater

Karl Kraus - Die letzten Tage der Menschheit


Karl Kraus gelesen von Erwin Steinhauer musikalisch betreut von Pinkl, Graf, Rosmanith und Kurstin.

Karl Kraus Drama "Die letzten Tage der Menschheit" ist mehr als ein Monumentalwerk über das nationale Drama der Österreicher, die menschliche Niedertracht, Grausamkeit und Dummheit. Es ist ein Großmachtdrama über die Hochzeit der Phrase! Und Phrase ist nichts anderes als das an der Sprache desinteressierte Wort, das bis heute im Journalismus wild um sich spricht!
Es geht nicht um die bewußte Individual-, sondern um die unbewußte Kollektivschuld, um diesen absoluten Mangel an Schuldbewußtsein. Ein gravierendes, höchst aktuelles Moment, eine Haltung, die uns Österreicher bis heute "auszeichnet".

Erwin Steinhauer, einer der profiliertesten österreichischen Schauspieler, versucht dem Autor gerecht zu werden, der über sich sagt: „Wenn ich vortrage, so ist es nicht gespielte Literatur. Was ich schreibe, ist geschriebene Schauspielkunst!

Die Musik ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Produktion, sie ist das akustische und emotionale Fundament, schafft die Räume in denen sich der Text entfalten kann. Collage-artig montierte Versatzstücke aus Militär- oder Salonmusik, Operette und Heurigenlied, sowie abstrakte filmisch gedachte Klangflächen, lassen eine grausam komische, verstörende und wienerische Weltuntergangsoperette erklingen.

Fassung: Franz Schuh und Erwin Steinhauer

Bühnenbild und Kostüme: Enit Löser
Musikalische Leitung: Peter Rosmanith

Stimmen: Erwin Steinhauer
Theremin. Pamela Kurstin
Klarinette, Saxopohn, Flöte: Georg Graf
Klavier, Tuba, Posaune: Joe Pinkl
Perkussion, Hang: Peter Rosmanith


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