World Music

Karen Asatrian & Band


Hundert Jahre Diaspora: Eine musikalisch-literarische Reise in ein niemals verlorenes Land.

Armenien: Ein Land am Ende der Welt, ein Land über Jahrtausende am Kreuzungspunkt der ältesten Kulturen, zwischen Orient und Okzident, ein vergessenes Land mit Hoffnung auf Zukunft.
Die Armenier: Menschen, die stets international gelebt haben und leben, denen Grenzen relativ sind, die klug und sprachgewandt ihre Kultur und ihre Literatur über alle Katastrophen hinweg gerettet haben. Und die den ersten - nicht von allen Teilen der Weltbevölkerung anerkannten - Völkermord des 20. Jahrhunderts erleiden mussten.

2015 bedeutet für Armenier 100 Jahre nach dem Völkermord. Das Datum, 24. April 1915, ist symbolisch für den Beginn der Unkultur von Massenvernichtung.

"Dieses Trauma kann nur - träumerisch, traumhaft - durch Kultur überwunden werden", sagt Karen Asatrian.

So hat er gemeinsam mit seiner Band Armenian Spirit und dem Autor, Übersetzer, Reporter und Zeitzeugen Herbert Maurer zum Gedenken an 100 Jahre armenische Diaspora einen musikalisch-literarischen Abend gestaltet, der in der Sargfabrik seine Premiere findet.

Die Menschen, das Land und seine Kultur sind Herbert Maurer bestens vertraut. Zahlreiche Bücher, darunter Romane, Erzählungen, Gedichte, Essays und Theaterstücke sind in österreichischen und deutschen Verlagen von ihm erschienen, aber auch Übersetzungen armenischer Gegenwartsliteratur. Herbert Maurer weiß über den politischen und gesellschaftlichen Wandel in Armenien bestens Bescheid. Er erzählt seine persönliche Geschichte einer Begegnung mit der Sprache, Literatur und Kultur der Armenier. Ein Essayband über Armenien ist in Vorbereitung und wird in Ausschnitten an diesem Abend präsentiert.

Die Musik kommt von den wunderbaren, größtenteils aus Armenien stammenden und in Österreich lebenden Musikern von Armenian Spirit.

Der Genozid an seinem Volk, das Leiden, das in den Genen überlebte, aber auch die Lebensfreude - das alles packt Karen Asatrian mit traditionellen und zum Teil jazzigen Mitteln in ein Bekenntnis zur Musik und zur Liebe - "zum schmalen Pfad, der zu Verständnis, Frieden und Gleichheit führen kann." (Asatrian)

Asatrian: "Wie kann man das heutige Armenien musikalisch und literarisch übersetzen? Dieser Abend will es zeigen."

Karen Asatrian - Komposition, Klavier, Keyboards
Rita Movsesian - Gesang
Juan Carlos Sungurlian - Oud, Bouzouki
Habib Samandi - Perkussion
Anna Hakobyan - Violine
Ante Jurinovic - Bass
Emil Kristof - Schlagzeug
Herbert Maurer - Stimme, Moderation


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