Kunstausstellung

"Kalbscola" - eine Ausstellung von Filius de Lacroix


„KALBSCOLA“ - ein Gemäldezyklus über die Nichtigkeit der Definition.

Filius de Lacroix, Einzelausstellung 2018

Die Bilder von Filius de Lacroix erklären nichts.

Sie stellen auch keine Fragen.

Sie entstehen und stellen darf

Sie sind eine Antithese zu unserer Gesellschaft, in welcher jeder sich selbst bzw. den Anderen, das Andere, das eigene Umfeld, das Bekannte, sowie das Ferne, Unbekannte zu definieren und erklären versucht.

Scheiß Nazis, Scheiß Linke, Scheiß Schwule, Scheiß Heteros, Scheiß Lesben und Behinderte, Scheiß Ausländer, Veganer und Blade, Scheiß Handwerker und Akademiker, Scheiß Musiker, Schauspieler und Marathonläufer, Scheiß Familien und Scheiß Singles, und vor allem Scheiß verfluchte Kunst.

Wir alle, ihr alle, brauchen keine Definition.

Es interessiert kein Schwein wenn ihr zum millionsten Male eure Sichtweise erklärt. Unsere Sichtweisen sind immer verschieden oder zumindest chiral.

Rechte und linke Hand.

So gleich und doch so verschieden.

Und genauso braucht auch Kunst keine Rezension und Erklärung.

Sie besteht und ist da. Aus, Schluß, Basta. Ganz egal ob sie jemandem gefällt oder nicht.

Kunst ist Terrorismus am Sein. Sobald sie bemerkt wird bleibt sie und verändert dadurch den Lauf der Geschichte, ohne Erklärung, ohne links, rechts, gut, schlecht, national oder antifaschistisch zu sein. Kunst hat die Pflicht politisch und apolitisch zu sein, weltoffen und weltfremd.

Kunst ist Anarchie.

Kunst ist Handwerk.

Kunst ist banal.

Erst das Bedürfnis des Menschen jedem Werk eine Aussage anzuheften, hebt sie auf ein Podest wo sie nicht hin will und nicht hin soll.

Kunst verändert auch ohne Interpretation.

Kunst ist Terrorismus.

Kunst ist Anarchie.

Willkommen in einer chiralen Realität.

Filius de Lacroix


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