Klassik

Kairos Quartett


In seinem 3. Streichquartett In iij. Noct experimentiert der österreichische Komponist Georg Friedrich Haas mit den Möglichkeiten des Musizierens im Dunkeln. Das gesamte Stück muss in völliger Finsternis gespielt werden, die Musiker sehen weder Noten noch Mitspieler und sitzen in größtmöglicher räumlicher Entfernung voneinander, um das Publikum herum.

Die Interpreten verständigen sich ausschließlich durch den Klang ihrer Musikinstrumente, sie laden sich gegenseitig zur Gestaltung bestimmter musikalischer Prozesse ein. (Georg Friedrich Haas)

Sein zweites Streichquartett Erinnern – Wiederholen – Durcharbeiten schrieb Schnebel 2006/7, ein Auftragswerk für den 45. Jahreskongress der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (2007, Berlin) mit dem Titel Erinnern, Wiederholen und Durcharbeiten in Psychoanalyse und Kultur – nach einem Aufsatz von Sigmund Freud. Schnebel übernahm die Begriffe als Überschriften der drei Sätze seines Quartetts „mit Stimmen“ (mit Lauten, Gedächtnisfetzen, Ausrufen). Neben diesen zwei zeitgenössischen Werken findet sich Franz Schuberts Quartettsatz c-Moll von 1820.

Dieter SCHNEBEL Erinnern – Wiederholen – Durcharbeiten (2006/7)

Franz SCHUBERT Quartettsatz c-Moll (1820)

Georg Friedrich HAAS 3. Streichquartett „In iij. Noct.“ (2001)

Kairos Quartett:
Stefan Häussler, Wolfgang Bender – Violine
Simone Heilgendorff – Viola
Claudius von Wrochem – Violoncello

Einstimmung: 19:15 Uhr


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