Theater

Kafka


Einem verletzlichen, selbstzweifelnden, aber auch ironischen und manchmal sehr komischen Kafka geht das "Kafka"-Projekt von Elmar Goerden auf die Spur – abseits der bekannten Werke des großen Schriftstellers.

Aus den Schriften von Franz Kafka.

"Jetzt werde ich Ihnen eine Bitte vortragen, die wahrhaftig wahnsinnig aussieht. Es ist aber auch schon die stärkste Probe, auf die man den gütigsten Menschen stellen kann. Also ich bitte: Schreiben Sie mir nur einmal in der Woche und so, dass ich Ihren Brief Sonntag bekomme. Ich ertrage nämlich Ihre täglichen Briefe nicht, ich bin nicht imstande, sie zu ertragen. Ich antworte z.B. auf Ihren Brief und liege dann scheinbar still im Bett, aber ein Herzklopfen geht mir durch den Leib und weiß von nichts als von Ihnen. Wie ich DIR angehöre, es gibt wirklich keine andere Möglichkeit es auszudrücken und die ist zu schwach. Aber eben deshalb will ich nicht wissen, wie Du angezogen bist, denn es wirft mich durcheinander, dass ich nicht leben kann."
(Brief von Franz Kafka an Felice Bauer vom 11.11.1912)

Der Regisseur Elmar Goerden konzentriert sich in seinem Projekt auf die zu Lebzeiten Kafkas unveröffentlichten Texte. Briefe an die Verlobte Felice Bauer, die zwischen enormer Sehnsucht und gleichzeitigem Wunsch nach räumlicher Distanz schwanken, bilden ebenso wie Tagebucheintragungen und abgebrochene Prosa, in denen sich die Zweifel Kafkas an seiner schriftstellerischen Arbeit spiegeln, einen grundlegenden Pfeiler der Textauswahl. Besetzung:

Regie
Elmar Goerden

Bühnenbild
Ulf Stengl
Silvia Merlo

Kostüme
Lydia Kirchleitner

Mit:
Maria Köstlinger
Toni Slama
André Pohl
Alexander Absenger
Peter Kremer


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