Theater

Kabale und Liebe



Mit 23 Jahren verfasste Schiller sein bürgerliches Trauerspiel als jugendliche Kampfansage gegen die Vätergeneration und die herrschende Ständegesellschaft.

von Friedrich Schiller

Inszenierung und Bühne
Alexander Charim
Kostüme Esther Geremus
Mit Tobias Artner,
Tim Breyvogel, Philip
Leonhard Kelz, Bettina Kerl,
Tilman Rose, Emilia
Rupperti, Michael Scherff

Bei Schiller ist die große Liebe von einem Tag auf den anderen keine Angelegenheit der Herzen mehr, sondern ein spannungsgeladenes Politikum. Ferdinand liebt Luise und Luise liebt Ferdinand. Aber die beiden Liebenden trennt ihre soziale Herkunft. Ferdinand entstammt dem Adel, Luise kommt aus dem Bürgertum. Eine Verbindung über Standesgrenzen hinweg kommt weder für Luises Eltern noch für Ferdinands Vater, Präsident von Walter, infrage. Im Gegenteil: Um seinen Einfluss bei Hofe zu vergrößern, will der Präsident seinen Sohn mit Lady Milford, der Mätresse des Herzogs, verheiraten. Ferdinand lehnt sich jedoch gegen seinen Vater auf. Je mehr sich die gesellschaftlichen Instanzen
gegen die Liebe der beiden stemmen, umso mehr fühlen sich Ferdinand und Luise verbunden. Schließlich werden die beiden Liebenden Opfer einer Intrige des Präsidenten
und seines Sekretärs Wurm. Angesichts der Willkür des Establishments und einer unversöhnlichen Elterngeneration setzen sie ein fatales Zeichen …

Mit 23 Jahren verfasste Schiller sein bürgerliches Trauerspiel als jugendliche Kampfansage gegen die Vätergeneration und die herrschende Ständegesellschaft.
Wie in allen Epochen, die von großen Veränderungen geprägt sind, schreibt auch heute wieder die junge Generation kompromisslos ihre Forderung nach einer besseren Welt auf ihre Fahnen. Der renommierte Regisseur Stephan Rottkamp, der zuletzt am Schauspielhaus Graz und am Nationaltheater Weimar gearbeitet hat, wird den großen Klassiker als seine erste Inszenierung am Landestheater Niederösterreich zeigen.