Jazz

Justin Kauflin


Der heute 30jährige, mit elf Jahren erblindete Pianist Justin Kauflin, galt schon früh als Wunderkind. Seine musikalische Reise begann er im zarten Alter von vier Jahren auf einer Suzuki Violine. Das Klavier kam fünf Jahre später hinzu.

Ab seinem sechsten Lebensjahr spielte er Konzerte. Zunächst in Schwesternheimen und bei Hochzeiten. Zunächst war er noch abgelenkt von anderen Tätigkeiten, etwa Spielkonsolen. Nach seiner Erblindung konzentrierte er sich mit voller Inbrunst auf die Musik.

Später an der William Paterson University, nahm ihn Jazztrompeterlegende Clark Terry unter seine Fittiche, der einst als Mentor für den jungen Miles Davis agierte. Kauflin wurde die Ehre zuteil, Terrys letzter Protegé zu sein. Dazu kamen in seiner Musikerziehung Meisterpianisten wie Mulgrew Miller und Harold Mabern. Auch sie halfen Kauflin künstlerisch entscheidend weiter.

Mit 23 Jahren veröffentlichte Kauflin sein famoses Debütalbum „Introducing Justin Kauflin“. Ein anderes Highlight seiner noch jungen Karriere war 2013 eine gemeinsame Tour mit dem großen Quincy Jones. Begleitet wird er dabei stets von einem schwarzen Labrador namens Candy.

„Keep On Keepin´On“, eine berührende Dokumentation über die Freundschaft zwischen dem mittlerweile verstorbenen, damals 93jährigen Clark Terry und dem Youngster, kam im Vorjahr in die Kinos.

Am Instrument ist Kauflin ein nachdenklicher, vorzugsweise die schönen Melodien zelebrierender Musiker. Mit seinen sensiblen Verjazzungen von Beatles-Klassikern wie „A Day In A Life“ und „Strawberry Fields Forever“ machte er sich viele Freunde.

line up:
Justin Kauflin (piano)
Christopher Smith (bass)
Billy Williams (drums


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