Ausstellung: Wissen

Julius Tandler oder: Der Traum vom neuen Menschen


Anlässlich des 80. Todestages von Julius Tandler widmet das Museum „Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof“ seine aktuelle Sonderausstellung dem Arzt, Wissenschaftler und Stadtrat für das Wohlfahrts- und Gesundheitswesen. Gezeigt werden auch Briefe aus dem im Josephinum befindlichen Nachlass.

Julius Tandler, ab 1920 Stadtrat für das Wohlfahrts- und Gesundheitswesen, ist eine der zentralen Persönlichkeiten des Roten Wien. Unter seiner Ägide wird soziale Hilfe von einer „gewährten Gnade“ zum Rechtsanspruch für alle, die sie brauchen. Tandler entwickelt ein System der „geschlossenen Fürsorge“, das die Menschen von der Zeugung bis zum Tod erfasst.

Julius Tandler wird am 16. Februar 1869 im mährischen Iglau (Jihlava) geboren; bald darauf zieht seine Familie nach Wien. Der aus einfachen Verhältnissen stammende Tandler bringt es dennoch bis zum Medizinstudium an der Wiener Universität, deren medizinische Fakultät zu den führenden der Welt zählt. Emil Zuckerkandl, der Leiter des Anatomischen Instituts, wird bald zu seinem Mentor. 1910 folgt Julius Tandler seinem Lehrer als Leiter des Anatomischen Instituts nach. Als engagierter Arzt und renommierter Wissenschafter sieht Tandler seine Aufgabe nicht nur im Behandeln, sondern auch im Verhindern von Krankheiten.

Öffnungszeiten: Do 13–18 Uhr, So 12–16 Uhr sowie für Gruppen nach Voranmeldung Tel. +43 (0) 664 885 40 888.


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