Theater

Julius Deutschbauer: Suche die unpolitischste Theaterproduktion Wiens 2014/2015


Ein Hoch auf die gesellschaftliche Irrelevanz! Was früher richtig war, kann heute nicht falsch sein! Theater soll ablenken, unterhalten und dabei nach Kräften daran arbeiten, den politischen Status Quo zu sichern. Das scheint die Idee hinter so manchem Spielplan zu sein – und das muss ausgezeichnet werden.

Je ernster die Zeiten werden – desto mehr zeigen viele Theater in Wien, wie gut sie von dem ganzen lästigen Nachrichtenmist ablenken können. Gesellschaftsutopien, zentrale Zeitfragen oder politische Konflikte verblassen im Angesicht reiner Affirmation.

Julius Deutschbauer, europaweit anerkannter Experte in Sachen gesellschaftlicher Irrelevanz, zeichnet heuer bereits zum vierten Mal jene Theatermacher aus, die am besten daran arbeiten, die Kunst so klar wie möglich von der Welt zu trennen.

Welches Haus setzt sich am stärksten dafür ein, dass kritische Stimmen ungehört bleiben? Welche Produktion lenkt am besten von wichtigen Fragen unserer Zeit ab? Wer bedient die bürgerliche Nebelmaschine am effektivsten?

Nominiert sind Institutionen, Produktionen oder KünstlerInnen aus der Spielzeit 2014/15 in Wien, vom Burgtheater bis zur Off-Szene. Vergeben werden Preise in sechs Kategorien, wie z.B. „Der längste Zeigefinger“, „Der Beste Nachwuchs-Weltverbesserer“, sowie ein Spezialpreis.

Preisskulptur von Julius Deutschbauer.

JURY: Julius Deutschbauer, Fritz Ostermayer, Thomas Trenkler, Johannes Wegenstein, Ali M. Abdullah, Harald Posch


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