Theater

Julius Deutschbauer - Antirassismusvergnügungspark


Darling, ich habe schon wieder eine Bibel verbrannt.

Darling, ich habe schon wieder einen Koran geschrumpft.

Darling, ich habe schon wieder meinen Pass verbrannt.

Darling, ich habe schon wieder einen Tempel gesprengt.

Darling, ich habe schon wieder einen Flüchtling geschleppt.

Darling, ich habe schon wieder einen Schläfer geweckt.

Auf diesen sechs Sätzen, die auch titelgebend für die sechsteilige Plakatserie sind, baut sich der Antirassismusvergnügungspark auf. Verortet ist dieser Park in einem Container, wie sie – frei nach Hermann Schürrers Buch Europa, die Toten haben nichts zu lachen – an sämtlichen europäischen Grenzen aus dem Boden schießen. Die Attraktionen bilden einerseits die Plakate selbst, andererseits literarische Texte, die in 20-minütigen Liveperformances an elf Festivaltagen von Julius Deutschbauer vorgetragen werden.

Performer, Filmer, Autor, bildender und Plakatkünstler, Gründer der Bibliothek ungelesener Bücher und des Theater des Verhinderns: Der in Wien lebende Julius Deutschbauer inszeniert politische Projekte und Kunstaktionen für Bühnen, Ausstellungshäuser und den öffentlichen Raum.


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