Kunstausstellung

Julia Haller


Julia Haller setzt sich mit Konventionen und der (aufgeladenen) Geschichte der Malerei auseinander und versucht, diese in ihren Arbeiten hinter sich zu lassen bzw. augenscheinlich zu negieren.

Subtile Gesten der Verweigerung und des Gegenläufigen prägen das ästhetische Repertoire der Künstlerin, die textuelle Bildhauerei bei Heimo Zobernig an der Akademie der bildenden Künste in Wien studierte.

2012 waren in ihrer Ausstellung Phtata in der Reisebürogalerie in Köln sämtliche Leinwände eigenwillig verzogen, als ob der Stoff zu stark gespannt wäre. Sie lösten sich von der Wand und bekamen etwas Objekthaftes, das der Flachheit des Mediums der Malerei widersprach. Auf die oft nicht grundierte Leinwand malt Haller mit geometrischen Grundformen ornamentartige Muster in vorzugsweise dünnlasierenden Farben, oder Flächen, die sich farblos vom Hintergrund abheben und in die sie abstrakte Kritzeleien zeichnet. In der kleinformatigen Serie ohne Titel (2014) erzeugt eine mit tiefschwarzem Eisenoxid grundierte Leinwand hinter Glas eine violett-blau stark spiegelnde Oberfläche, in der sich erst allmählich Flächen und Zeichnungen abzuzeichnen beginnen – fast als wollten sie nicht entdeckt werden.

Für ihre erste institutionelle Einzelausstellung in Österreich stellt Julia Haller eine neue Werkserie her. Subtile Eingriffe werden die Wahrnehmung der Räume, in denen sie die neue Serie präsentierten wird, beeinflussen.

Julia Haller, geboren 1978 in Frankfurt/Main, lebt und arbeitet in Berlin und Wien.


Vergangene Termine