Theater

Jugend ohne Gott


Fünf SchülerInnen stehen in mehreren Fächern auf der Abschussliste und haben die Aufgabe, gemeinsam ein 20-minütiges Referat über Horváths „Jugend ohne Gott“ für die Schule vorzubereiten. Nach heftigen Auseinandersetzungen und Meinungsverschiedenheiten, jeder will das Referat anders gestalten, entscheiden sie, ihre Arbeit als Performance zu präsentieren. Doch alles kommt anders. Ein Mordanschlag beendet das Spiel.

Karl Wozek hat aus dem Roman ein Stück entwickelt, in dem junge Menschen bei der Bewältigung einer Aufgabe nach anfänglichen Konflikten und aberwitzigen Intermezzi einen Sinn bekommen für politisches Bewusstsein und für Nächstenliebe.

Als Recherche zur Dramatisierung wurden Gespräche und Interviews mit Jugendlichen zu den Themen Idole und Ideale, Lebenssinn, Krieg, Gewalt, Geld, Glück, Drogen, Kommerz, Kommunikation, Schule, Demokratie, Menschenrechte und Gott geführt.

Karl Wozek über seine Arbeit: „Das Stück ist einerseits eine Art radikale Aktualisierung des Romans, anderseits auch dessen Aufarbeitung.“ Er verlegt die Figuren in ein Internat der heutigen Zeit und legt den Roman „Jugend ohne Gott“ von Ödön von Horváth im Rahmen einer Referatsarbeit als Konfrontationsthema dar. Der Handlungsaufbau und die Figurenzeichnungen lassen immer wieder Parallelen zum Roman erkennen, dennoch hat das Stück ein ganz besonderes Eigenleben und entwickelt sich von Anfang an zu einer völlig neuen Geschichte. Aufgrund der sprachlichen Anpassung hält er der Gesellschaft von heute den Spiegel vor und stellt Charaktere auf die Bühne, mit denen man sich auseinandersetzen muss. Die jungen ProtagonistInnen im Stück agieren aus einer Ehrlichkeit heraus, die manchmal schon an Brutalität grenzt. Dass die Liebe, besser gesagt, die Sehnsucht nach Liebe, der Antrieb ihres Handelns ist, würden sie, wäre es ihnen bewusst, nie zugeben. „Jugend ohne Gott“ schafft eine Atmosphäre, in welcher das Gute und das Böse oftmals Hand in Hand gehen. Was ist richtig? Was falsch? Wer kennt die Wahrheit?

Besetzung:

Regie: Karl Wozek

Regieassistenz: Corinna Harrer, Kontakt [email protected]

Das Ensemble besteht ausschließlich aus StudentInnen der NeuenSchauspielschule Wien. Es agieren StudentInnen aus allen Jahrgängen:

EVA: Mariam Hage

Z: Gerhard Flödl

N: Carolin Wijffels

B: Andras Sosko

T: Jakob Ausserwöger

Lehrerin: Sarah Neichl

Schulwart: Michael Pockberger

Ensemble: Alexandra Grigorut, Claudio Györgyfalvay, Corinna Harrer, Tatjana Losing, Jeanette Nagy, Sarah Oswald, Tina Pilgerstorfer, Carina Schäfer, Ivana Stojkovic


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