Theater

Jugend ohne Gott


„Jugend ohne Gott“, Ödön von Horváths erfolgreichster Roman, ist ein Klassiker der modernen Schullektüre, in dem Gesellschafts- und Faschismuskritik, Moralstück und Kriminalgeschichte zu einem zeitlosen Bekenntnis zu Gewissen und Zivilcourage vereint werden.

Im Deutschland der 1930er Jahre verliert ein junger Geschichtslehrer den Glauben an die Jugend; seine Schüler begegnen ihm zunehmend kühl, abgeklärt und misstrauisch, sie scheinen ihrerseits an nichts mehr glauben zu wollen, folgen rückgratlos dem öffentlichen Diktat des faschistischen Systems anstatt den eigenen humanistischen Werten.

In einem Zeltlager im Wald geraten die Konflikte außer Kontrolle, hier wird gekämpft und gelogen, geliebt und geraubt – und schließlich auch gemordet. Der Lehrer ahnt seine Mitschuld an den Vorkommnissen und wird in einen Kriminalprozess verwickelt, der ihn und seinen Glauben an das Gute auf eine harte Probe stellt. Denn was tut man in solch grausamen Zeiten, im „Zeitalter der Fische“ – mitschwimmen oder untergehen?

In der Regie von Josef Maria Krasanovsky („Tschick“) ist nun eine zeitgenössische Neu-Dramatisierung des Werks als eindringliches und spannendes Bühnenerlebnis für Jugendliche und Erwachsene ab 14 Jahren zu erleben.

Nach dem Roman von Ödön von Horváth / Bühnenfassung von Josef Maria Krasanovsky und Dagmar Stehring

Inszenierung: Josef Maria Krasanovsky
Ausstattung: Nikolaus Webern


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