Theater

Judas


Judas handelt von einem Mann, dessen Name für Verrat steht. Ein Mann, der jahrhunderte-lang von jedem geschmäht wurde. Doch wäre ohne diesen Menschen und ohne seinen Judaskuss das Christentum zu einer der großen Weltreligionen geworden?

In jedem Zeitalter gab es Spekulationen über Judas und seine Motive. Nach zweitausend Jahren ist es an der Zeit, Judas selber zu Wort kommen zu lassen. In einer selbst inszenierten Show unternimmt er den Versuch, seine Tat auf ein menschliches Maß zurückzuführen und sein Publikum dahin zu bringen, wo es lieber nicht sein möchte: zu dem Judas in sich selbst.

Über ihr Theaterstück sagt Lot Vekemans: „Ich denke, es gibt bei uns eine einseitige Richtung des Blicks auf die Helden, auf das, was wir als größer und höher und besser erachten, als wir es selbst sind. Wir lieben es, zu verehren, so wie wir es lieben, verehrt zu werden. Aber in beiden Fällen gibt man seine Macht an jemand anderen ab. Judas wird von Menschen verhöhnt, damit sie ihre eigenen Seelen rein waschen. Es ist auffällig, dass in Porträts, die über die Jahrhunderte entstanden sind, Judas immer hässlicher und böser dargestellt wurde.“

Monolog von Lot Vekemans . Übersetzung ins Deutsche von Eva M. Pieper und Christine Bais
Österreichische Erstaufführung

Regie Irmgard Lübke

Bühne & Kostüme Irmgard Lübke & Konstanze Schick


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