Literatur

Joseph Haslinger liest zu Bildern von Rinko Kawauchi


Von den stillen, eindrucksvollen Fotografien der japanischen Künstlerin Rinko Kawauchi inspiriert, schrieb der österreichische Erfolgsautor Josef Haslinger (*1955) einen neuen Text, den er im Rahmen eines literarischen Abends in der Ausstellung "Rinko Kawauchi - Illuminance" nun selbst vorträgt.

Das genreübergreifende Format des Abends, das Text, Lesung und Bild vereint, unterstreicht die Nähe zur Poesie in Rinko Kawauchis Werk. Die literarische Form ist seit jeher mögliche Ausdrucksform der Künstlerin, die ihre Fotografien begleitet. Neben den narrativen Sequenzen und Strängen, die ihre sorgfältig editierten Fotobücher entfalten, verfasst Kawauchi immer wieder selbst Texte zu ihren Werken. Der neuen, für die Ausstellung im KUNST HAUS WIEN entstandenen Fotoserie Search for the Sun, welche die Künstlerin in ein stillgelegtes Bergwerk und in die Gletscherwelt des Dachsteins führte, steht ein Text Josef Haslingers bei, den der Autor auf Einladung des KUNST HAUS WIEN verfasste. Dieser wählte just die in Österreich entstandenen Fotografien, die dunkle Tunnel, einen Vogel im Gebirge, das schmelzende Gold, schimmernde Münzen und flackernde Kerzen zeigen. Welche Bilder der Autor als Ausgangspunkt seiner Erzählungen wählte, enthüllt allein der Abend.

Josef Haslinger (*1955 in Zwettl, Niederösterreich) ist Autor von Büchern wie dem international erfolgreichen Roman Opernball (1995), Das Vaterspiel (2000) oder Phi Phi Island. Ein Bericht (2007). Haslinger lehrt seit 1996 als Professor für literarische Ästhetik am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Seit 2013 ist er Präsident des PEN-Zentrums Deutschland.

Zur Einleitung führt Kuratorin Verena Kaspar-Eisert durch die Ausstellung.


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