Theater

JosefStadtgespräch mit Marcus Bluhm und Julian Valerio Rehrl


Vater und Sohn in dem bewegenden Familiendrama "Der Sohn" des französischen Erfolgsautors Florian Zeller, in den Kammerspielen kurz vor dem Corona-Shutdown erstaufgeführt, treten miteinander zum JosefStadtgespräch mit Eva Maria Klinger an.

Marcus Bluhm, der besorgte Vater und Julian Valerio Rehrl, der durch die Scheidung der Eltern aus der Bahn geworfene Sohn, sind, wiewohl erst kurz am Haus, zwei unverzichtbare Protagonisten des Theaters in der Josefstadt. Julian Valerio Rehrl, ein Blitzstarter mit 23 Jahren, wurde sofort nach dem Abschluss der berühmten Ernst Busch Schauspielschule in Berlin an die Josefstadt engagiert und bereits als "schauspielerische Offenbarung" in der Presse gefeiert. Nach dem unbeschwerten Christopherl in Nestroys "Einen Jux will er sich machen" erntet er für seine intensive Gestaltung des schwermütigen "Sohnes" größte Anerkennung.

Solche wurde Marcus Bluhm schon als jugendlicher Held am Burgtheater zuteil, das er 1999 verließ und mit seiner Familie nach Italien zog. Was ihn bewog, vor ein paar Jahren doch wieder ins Hamsterrad zu treten, wird er im JosefStadtgespräch erzählen, und warum sich die erste Zusammenarbeit mit Claus Peymann (im "Deutschen Mittagstisch") erst an der Josefstadt ergab, obwohl dieser sieben Jahre sein Direktor war. Das Theater in der Josefstadt hat Marcus Bluhm bisher mit seinem psychologisch differenzierten und wahrhaftigen Spiel reich beschenkt, indem er seinen scheinbar biederen Figuren, meist verantwortungsbewusste und verlässliche (Ehe)Männer, jegliche Fadesse austrieb.


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