Alte Musik · Klassik

Josef, lieber Josef mein


Im Dezember-Programm spürt das Kölner Ensemble Ala Aurea so feinsinnig wie tief den Wurzeln unserer weihnachtlichen Lieder und Gebräuche nach.

Weihnachtliche Lieder aus mittelalterlichen Handschriften. Aus den Sammlungen des Mönch von Salzburg, Wienhäuser Liederbuch, Liederbuch der Anna von Köln, u. a.
Wer kennt nicht das Lied „Josef, lieber Josef mein“? Es ist uralt und geht auf den mittelalterlichen Choral „Resonet in laudibus“ zurück. Der deutsche Text stammt wohl vom Mönch von Salzburg, der das Lied um 1400 mit einer ausführlichen Beschreibung aufgezeichnet hat. Im Dezember-Programm spürt das Kölner Ensemble Ala Aurea so feinsinnig wie tief den Wurzeln unserer weihnachtlichen Lieder und Gebräuche nach.

Ensemble ALA AUREA:
Maria Jonas, Gesang
Elisabeth Seitz, Hackbrett
Susanne Ansorg, Fidel & Glocken

Die Lieder des Mittelalters waren – wie die mittelalterliche Lyrik überhaupt – nicht für die Lektüre bestimmt, sondern für den öffentlichen Vortrag. Sie wurden gesungen und von Musikinstrumenten begleitet. Wie die Texte mit Musik realisiert wurden, welche Rolle die Improvisation spielte und wie dies alles bei der Aufführung der Lieder zusammenwirkte, ist schwer zu ermitteln und nur in Ausnahmefällen sind die Melodien zu den Liedern überliefert. Darum ist die Improvisation auf der Grundlage des Erforschens der mittelalterlichen Quellen die Basis unserer Arbeit. Ein Grund auch dafür, warum das Aufführen und Hören dieser mittelalterlichen Musik auch immer ein Hier und Jetzt beinhaltet. So entstand in den letzten Jahren ein Stil, den wir „free medieval music“ nennen. Denn es stellte sich hier sehr bald die Frage: was ist Alte Musik? Machen wir mit unseren Rekonstruktionen nicht eigentlich neue, zeitgenössische Musik?


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