Kabarett

Josef Hader - Hader spielt Hader



Entweder ist er zu faul, ein neues Programm zu schreiben. Oder es fällt ihm sowieso nichts mehr Neues ein. Oder er braucht grad viel Geld wegen einer Scheidung. Oder er hat schon alles gesagt, was zu sagen ist.

Oder er findet Filme viel interessanter, möchte aber am Abend noch was dazuverdienen. Oder er ist in einer Krise. Oder er ist in einer Nachdenkphase. Oder er braucht wieder Applaus. Suchen Sie sich halt irgendeinen Grund aus, warum Josef Hader alle seine Programme aus der Tiefkühltruhe nimmt und ein Restlessen kocht. Zum Beispiel, dass Restlessen einfach spannend sind.

Ob der fantastische Geschichtenerzähler aus "Privat" - mit Hornbrille auf die Welt gekommen;
oder der ausgeflippte Werbetexter aus "Im Keller", der keine Kullerparty ausläßt;
oder der schmierige Bierzeltentertainer aus "Bunter Abend", der sich solange mit Rum zuschüttet, bis er endlich keinen Witz mehr hervorbringt;
oder der Bauernbub aus "Biagn oder Brechn", der glaubt jedes Problem in dieser Welt ließe sich "tadellossuper" mit Kunstdünger lösen
- Hader leiht sich seine Figuren aus und erzählt vom ganz normalen Wahnsinn des menschlichen Alltags. Von sich, von der Kunst, vom Kabarett. Das klingt gefährlich. Ist es auch.
Manches kommt einem deswegen so bekannt vor an diesem Abend, von früher, von irgendwo. Und er gibt auch zu, dass er gestohlen hat. Doch kommt es darauf an? Bei dem guten Verhältnis von Täter und Opfer... Interessant ist, dass aus der Fülle der Figuren eine Geschichte entsteht, die eines für sich beanspruchen kann: ein neues Hader-Programm zu sein. Ein echtes.
http://www.hader.at

Biographie Josef Hader
1962 Josef Hader wird in Waldhausen, Oberösterreich, geboren.

1968 Volksschule Nöchling.

1972 Bischöfliches Knabenseminar in Melk. Öffentliches Stiftsgymnasium.
Die ersten Kabarettgrundlagen werden als Chorsänger, Mesner, Organist und Bettnässer gelegt.
1981 Zivildienst beim Roten Kreuz. Das fortwährende Waschen von Rettungsautos löst eine psychische Sperre aus: Bis vor kurzem kein Führerschein.

1982 Lehramtsstudium Deutsch-Geschichte.
Erstes Kabarettprogramm "Fort Geschritten". Erfolge in Melk, Amstetten, Wieselburg und in der Wiener Fußgängerzone.

1985 Zweites Programm "Der Witzableiter und das Feuer".
Kabarettpreis "Salzburger Stier".
Nach dem Besuch mehrerer Schulklassen im Kabarettprogramm bricht Hader sein Lehramtsstudium ab.

1988 "Biagn oder Brechn" - das erste Programm mit stark persönlicher Formgebung und dramaturgischer Geschlossenheit löst in ganz Österreich und Süddeutschland Begeisterung aus.
"TZ - Rose" der gleichnamigen Münchner Tageszeitung für die beste kabarettistische Leistung des Jahres.

1990 "Bunter Abend" - dieses kabarettistische Harakiri voller Zweifel, Phantasie und Ironie ist mittlerweile zu einem Stück Kabarettgeschichte geworden und hauptsächlich daran schuld, dass Hader ...

1991 ... den renommierten "Deutschen Kleinkunstpreis" in Empfang nimmt.
Gemeinsam mit Alfred Dorfer schreibt er das satirische Stück "Indien" und erntet damit - unter anderem im deutschen Nachrichtenmagazin "Spiegel" - erste Anerkennung als Theaterautor. Im Herbst desselben Jahres entsteht schließlich "Im Keller":
Das Soloprogramm erhält begeisterte Kritiken, Qualtingers "Herr Karl" wird zum Vergleich bemüht.

1992 Mitwirkung im Peymann-Stück "Der Triumph des Widerstandes".
Hauptrolle im Fernsehfilm "Cappuccino Melange".
Österreichischer Kleinkunstpreis für "Indien".

1993 Förderpreis zur Kainzmedaille der Stadt Wien für "Im Keller".
Verfilmung "Indien" mit Alfred Dorfer und Paul Harather.

1994 bis 1999 Mit 350.000 Zuschauern wird "Privat" in Österreich das meistgesehenste Kabarettprogramm überhaupt und außerdem und aller Zeiten.

Platin CD, Platin Video. Ausverkaufte Spielserien in München, Hamburg, Berlin, Köln, Stuttgart, Zürich usw.

2000 3 Filmprojekte als Schauspieler: "Der Überfall", Regie: Florian Flicker; "Gelbe Kirschen", Regie: Leopold Lummersdorfer; "Komm süsser Tod", Regie: Wolfgang Murnberger.

Seither noch zwei Mal als Brenner in Kinofilmen aufgetreten.
Nestroy-Ring der Stadt Wien (ein Zeichen dafür, dass man alt wird).

  • Mo., 16.01.2017

    20:00
  • Mo., 23.01.2017

    20:00
  • Mi., 25.01.2017

    20:00
  • Do., 26.01.2017

    20:00
  • Sa., 28.01.2017

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  • Mo., 06.02.2017

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  • Mo., 13.02.2017

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  • Mo., 20.02.2017

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  • Fr., 17.03.2017

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