Kunstausstellung

Josef Bramer


Das Infeld Haus der Kultur in Halbturn widmet eine Personale dem Künstler Josef Bramer. Er gilt als poetischer Einzelgänger in der österreichischen Kunstszene.

Josef Bramer malt in altmeisterlicher Technik mit penibler Genauigkeit ohne jeden lauten Pathos. Als Absolvent der Meisterklasse von Rudolf Hausner an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bekam er die präzise Gegenstandsbeschreibung und die reichnuancierte Farbigkeit mit auf den Weg. Seine stillen, aber dringlichen Botschaften gestaltet Josef Bramer mit verlässlichem Können und sicherem Wissen ohne sich einer Mode zu unterwerfen.

Seine Malerei scheint wie ein innerer Monolog zu sein. Ruhig, in sich verschlossen, malt Josef Bramer mit ungeheurer Ausdauer seine Formate voll.

Er heiratete jung, seine Familie bedeutet ihm sehr viel, was die zahlreichen Zeichnungen, Skizzen und Bilder seiner Frau Vroni und den vier Kindern beweisen. Josef Bramer ist von der Natur geprägt, von der Voralpenlandschaft des niederösterreichischen Mostviertels. Wald und Bäume sind häufig Motiv seiner Bilder. Mit dem Baum, der wie ein Selbstportrait auf einer Bühne steht, wurde Josef Bramer schon in den 70er Jahren international bekannt. Dieser Baum, eine Eiche, steht heute noch in Schauboden hinter dem Elternhaus seiner Frau Vroni.

Josef Bramer erfand eine besondere Form der Selbstdarstellung - seine bekannte Hauptfigur „Kaspar“. Ein zerbrechlicher Mensch mit kritischem Geist und kämpferischer Haltung, macht „Kaspar“ verständlich, was Josef Bramer, den Künstler, als Mensch angeht und bewegt. Er malt den Menschen, der den Wunsch hat, mit sich und der Welt, in die er sich gesetzt findet, zurechtzukommen und mit Problemen, die während seiner Lebensspanne an ihm herangetragen werden, fertig zu werden.

Die Werke stammen aus der Sammlung Infeld und aus dem Besitz des Künstlers.


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