Kunstausstellung

Josef Bauer


Das Belvedere 21 zeigt mit Josef Bauer eine visionäre, im internationalen Kunstgeschehen bisher kaum wahrgenommene Position. Bauer gehört zu den wesentlichen Protagonisten der konzeptuellen Kunst in Österreich seit den 1960er-Jahren. Im Umkreis der Wiener Gruppe mit den Poeten Gerhard Rühm, Friedrich Achleitner und Oswald Wiener entwickelt er eine – im wahrsten Sinne des Wortes – skulpturale Sprache, die Körper und Objekte zueinander in Beziehung setzt.

Der oberösterreichische Konzeptkünstler bezeichnet einige Arbeiten als „taktile Poesien“. Seine Installationen, Gemälde, Objekte und Performancefotografien kreisen stets um die Frage, was mit Kunst wie artikuliert werden kann. Es geht Bauer darum, Text, Bild und Schrift zu einer gemeinsamen Sprache zusammenzufügen. Kunst und Ausstellen bilden für ihn eine Einheit, eine „Sprache im Raum“. Dafür arbeitet der Künstler mit Suggestion und stellt stets neue Querverbindungen her, um die Inhalte aktuell zu halten. Die Doppelbedeutung des Ausstellungstitels Demonstration verweist zum einen auf die Geste des Präsentierens, zum anderen auf den Ausdruck politischen Protests – zwei Themen, die in Bauers Werk wesentliche Rollen spielen.

Kuratiert von Harald Krejci.


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