Pop / Rock · Blues

Jon Spencer Blues Explosion


New York Blues, abgenagt bis auf die Knochen, und Dirty Rock'n'Roll, wie er archaischer nicht sein könnte - ein gefundenes Fressen für Noise-Hungrige!

Blues, Soul & Rock'n'Roll, sexy as hell: Ohne die New Yorker Underground-Ikone Jon Spencer wären die Karrieren von Jack White und der Black Keys gar nicht erst möglich gewesen. Nach seiner Krawall-Combo Pussy Galore in den späten 80ern und zeitweise parallel zu seinem Indie-Rock-Outfit Bosshog praktiziert Spencer mit seiner Blues Explosion seit fast 25 Jahren genau das, was der Name verspricht: nämlich den Blues in die Luft zu jagen, um ihn anschließend mit der Räudigkeit des Punk, der Raserei des Garage Rock, der Direktheit des HipHop und der Sleaziness des Soul zurück in die Gosse New Yorks zu klatschen.

So wie der Blues braucht auch der Big Apple dringend den Biss, mit dem ihm Jon Spencer und seine Langzeitkollegen Judah Bauer und Russell Simins zu Leibe rücken. Aller Gentrifizierung zum Trotz siedeln JSBX ihr Comeback-Album "Freedom Tower - No Wave Dance Party" dort an, wo korrupte Polizisten, erfolglose Künstler und alleingelassene Prostituierte aufeinandertreffen. In schummrigen Bars und vermüllten Hinterhöfen. Es ist das radikale Portrait einer Stadt, in der die Ghettoblaster den Sound der Bronx bestimmen und in der die Lower East Side tatsächlich "lower" ist. Ein New York, das gehasst wird und geliebt, das laut ist und dreckig.

Laut und dreckig sind auch die musikalischen Waffen, mit denen JSBX Wunden in ihre Stadt schlagen. Unverblümt und angriffslustig, mit den tödlichsten, rücksichtslosesten Gitarrenriffs, die ein normales Tonband aushalten kann. Während sich bourgeoise Hipster in ihrer falschen Underground-Idylle suhlen und Marketing-Menschen daraus ein Geschäft machen, predigt das Trio die reine Lehre des Rock'n'Roll. Die Rollenverteilung bleibt dabei gleich: Spencer erzählt die Geschichten, Bauer spielt den Blues und Simins schlägt derweil alles kurz und klein.

Mit "Freedom Tower - No Wave Dance Party" machen JSBX klar: Die Party ist noch lange nicht vorbei. Und das Trio ist "immer noch fit, hüftlocker und durchtrainiert genug für den New Yorker Straßenverkehr" (Spiegel Online).

http://thejonspencerbluesexplosion.com/
https://www.facebook.com/Roy-the-Devils-Motorcycle-418048269656/

Besetzung: Jon Spencer: Gesang, Gitarre; Judah Bauer: Gitarre; Russell Simins: Schlagzeug

Aktuelle CD: "Freedom Tower" (2015), Bronzerat Records


Vergangene Termine