Theater

Johnny Breitwieser


Johnny Breitwieser liegt eine reale Biografie zugrunde: 1891 wird Johann Breitwieser in der Wiener Vorstadt in miserable Verhältnisse geboren; früh wird der Kleinkriminelle zum „Meidlinger Einbrecherkönig“, der den Reichen nimmt und den Armen gibt. Gefürchtet von Legislative und Exekutive, gelingt es ihm stets scheinbar mühelos, aus polizeilichem Gewahrsam zu entkommen und erfolgreich aus dem Untergrund zu operieren.

„Das Geld wächst in den Himmel, der Krieg liegt in der Luft, die Ratten warten im Dreck.“ Eine dieser vermeintlichen Ratten war Johann Breitwieser, der 1891 in der Wiener Vorstadt in miserable Verhältnisse geboren wird. Armut, Hunger, Kälte, Bettelei und Prostitution stehen auf der Tagesordnung auf jenen Straßen, die in diesem „nüchternen Jahrzehnt“ vor hundert Jahren schon bald sein Zuhause werden. Früh muss er lernen, dass ihm diese Welt nichts schenkt. So nimmt er, was er braucht. Aber nicht nur für sich: Er stiehlt von den Reichen und gibt den Armen. Ein „Einbrecherkönig“, ein Gesetzes- und Herzensbrecher, ein Robin Hood und Dandy – gefürchtet und mehr noch verehrt. Nach jahrelangem Katz- und Mausspiel mit der Polizei wird er im Alter von nur 28 Jahren auf der Flucht erschossen. Tausende – so die Legende – folgten seinem Leichenzug.

Der junge österreichische Erfolgsautor Thomas Arzt hat mit „Johnny Breitwieser“ diesem romantischen, wenngleich amoralischen Helden ein an recht geschultes Denkmal gesetzt und eine Verbrecherballade im Stil der „Dreigroschenoper“ geschaffen, die eine moderne Parabel auf den Kampf gegen die Verhältnisse ist und damit eine bemerkenswerte Brücke zum Hier und Jetzt schlägt.

BESETZUNG:

REGIE
Mathias Schönsee
BÜHNE
Frank Holldack
KOSTÜME
Helke Hasse
DRAMATURGIE
Elisabeth Geyer
MUSIK
Maike Rosa Vogel
CHOREOGRAPHIE
Isabelle SAUNDERS
JOHNNY, EIN VERBRECHER
Florian Köhler
CARL, SEIN BRUDER
Raphael Muff
ANNA, SEINE LIEBE
Julia Richter
GRETA, SEINE SEHNSUCHT
Veronika Glatzner
LUISE, SEIN VOLK
Silvana Veit
WENZL, SEIN VERRÄTER
Nico Link
SCHÖDL, SEIN MÖRDER
Franz Solar


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