Theater

Begin the Beguine


Der legendäre Filmemacher John Cassavetes schrieb „Begin the Beguine“, eine nach dem Cole Porter-Evergreen benannte, tiefschwarz funkelnde Allegorie über Liebe und Tod, Eros und Thanatos, kurz vor seinem Ableben für Peter Falk und Ben Gazzara. Das Projekt kam über die Vorbereitungsphase nie hinaus. Jan Lauwers, Artist in Residence an der Burg, inszeniert nun mehr als zwanzig Jahre später die Uraufführung.

Ein Apartment am Ende einer Küstenstraße. Mit Meerblick, doch die Fenster sind verhängt. Soeben eingezogen, vielleicht lebenslänglich, vielleicht nur für ein Wochenende: Gito Spaiano und Morris Wine. Ein „Mann von Welt“. Und „Wine“ wie: „Wein“. Nicht wie: „Weinen“. Und wie: „immer auf der Suche nach dem Regenbogen“.

Die beiden Männer in den letzten Atemzügen stecken irgendwie fest. In ihrer Freundschaft, ihrem Leben. Wollen es sich zum letzten Mal gut gehen lassen. Also bestellen sie sich Frauen – Prostituierte, Showgirls – in ihr verdunkeltes Schlafzimmer. Sie warten. Philosophieren. Gito will Sex, Morris Gefühl, hetzt der Liebe hinterher, die immer wieder vor ihm wegrennt. Aber: „Wenn Schwarz die Abwesenheit von Licht ist, dann ist die Liebe zumindest ein Türspalt.“

Besetzung:

Gito Spaiano - Falk Rockstroh
Morris Wine - Oliver Stokowski
Bibi Feller, Charlemane, Jocanda - Inge Van Bruystegem
Shelly Tonatsu, Benee, Kiko - Sung Im Her

Regie, Bühne & Licht: Jan Lauwers
Kostüme: Lot Lemm
Video: Maarten van der Put
Dramaturgie: Florian Hirsch


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