Literatur · Klassik

Johannes Krisch, Rezitation, Yury Revich, Violine & Hanna Bachmann, Klavier


Die Kreutzersonate - Von Tolstoi zu Beethoven.

Beethovens Violinsonate Nr. 9 in A-Dur ist wahrlich ein Werk mit Sprengkraft. Kaum eine andere Sonate hat solch eine Wirkung entfaltet, nachfolgende Komponisten inspiriert oder die Fantasie von Dichtern beflügelt wie eben diese „Kreutzersonate“. Ironischerweise lehnte es der Geiger Rodolphe Kreutzer, dem der wankelmütige Komponist sein Werk erst nach dem Zerwürfnis mit einem anderen Musiker widmete, zeitlebens ab, die nach ihm benannte Sonate zu spielen, erklärte sie gar für unspielbar.

Auf Lew Tolstoi übte die „Kreutzersonate“ einen derart infernalischen Eindruck aus, dass er die vielleicht bekannteste Eifersuchts- und Mordgeschichte der Weltliteratur daraus dichtete. Das tiefgreifende Psychogramm einer zerrütteten Ehe gilt als eines der kontroversesten Werke des russischen Literaten. Bei Johannes Krischs fesselnder Interpretation der meisterhaften Schilderung fataler Zweisamkeit darf selbstverständlich auch ihr titelgebendes musikalisches Gegenstück nicht fehlen. Eine bewegende literarisch-musikalische Reise in die Tiefen und Untiefen der Seele.


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