Oper · Theater

Die Pilger


Nach Motiven von I Pellegrini al Sepolcro di Nostro Signore. Retzer Fassung – erweitert und ergänzt mit Chören aus dem Requiem in Es-Dur und dem Miserere in c-moll.

Johann Adolph Hasse (1699-1783) war zweifellos einer der bedeutendsten Schöpfer von Opern und Oratorien seiner Zeit. Unter den Komponisten des 18. Jahrhunderts verstand er es neben Georg Friedrich Händel am besten, die strenge deutscher Kompositionskunst mit schwungvoller italienischer Melodik zu vereinen. So gilt das Oratorium „I Pellegrini al Sepolcro di Nostro Signore“ zurecht als Meisterwerk Sakraler Musik. Die Komposition des damals 43-jährigen Dresdner Hofkapellmeisters auf ein Libretto von Stefano Benedetto Pallavicino, wurde am Karfreitag 1742 in der Hofkapelle zu Dresden zum ersten Mal aufgeführt.

Mitentscheidend für den durchschlagenden Erfolg war das Libretto. In ihm treten weder biblische noch allegorische Gestalten auf, sondern – gleichsam stellvertretend für alle Zuseher des Oratoriums – vier Pilger. Sie lassen sich von einem ortsansässigen Eremiten zu den zentralen Stätten des Leidens Christi führen. Die Passion wird also aus zweiter Hand erzählt und von den Charakteren der Handlung in berührend feinsinniger Musik nachempfunden.


Vergangene Termine