Jazz

Joey De Francesco Trio


Mit dem Aufkommen des Synthesizers (der zwar nur über Hammond-sounds verfügt, dabei aber um vieles handlicher ist, als eine echte B3), vergaßen viele auf das charmante, zweimanualige Möbelstück aus den 50er Jahren. Erst die Rückkehr des Blue-Note-Grooves im Gewand des Acid-Jazz führte zu einem Revival des gleichermaßen unersetzbar wie unnachahmlich kreisenden Sounds der Hammondorgel, für den ein sich drehender Tongenerator im Inneren des mächtigen Instruments verantwortlich zeichnet. In Verbindung mit den per Fusspedal erzeugten Bassrhythmen wird dieses Instrument zu einer Band „für sich“. Von kreischendem Pfauchen bis schweißtreibendem Schnauben reicht dabei das Ausdrucksspektrum der B3. Besonders lohnend ist der ebenso schweißtreibende Transport des Instrument gewordenen Ungetüms auf die Porgy&Bess Bühne, wenn ein Könner wie Joey DeFrancesco in die Tasten greift (und mit den Füssen tritt).

Über Joey DeFrancesco muß man gar nicht viel sagen, außer, dass er mit der Orgel groß geworden ist und Miles Davis, als Gast in der TV-Show „Time Out“, in deren Begleitband der junge Joey damals spielte, begeistert ausrief „Hey, you can play!“
Eine andere Bestätigung seines Könnens wurde Joey DeFrancesco 2002 zu Teil. Er gewann den Downbeat Critics Poll und verdrängte nach 38 (!) Jahren die Orgellegende Jimmy Smith vom Spitzenplatz. Also, wenn das kein Grund ist .... (Thomas Haderlapp, 2003)

Joey De Francesco: hammond organ, trumpet
Dan Wilson: guitar
Jason Brown: drums


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