Tanz · Theater

Joana Tischkau - Being Pink Ain't Easy


Gangstas, Pimps und Hoes: Die Welt des US-amerikanischen Hip-Hop ist durchtränkt von Bildern übersteigerter Männlichkeit. Als Schwarze Künstler wie Cam’ron und Kanye West in den frühen 2000ern einen Modetrend aus rosa Plüsch, Fell und Velours lostraten, bewiesen sie, dass sogar Barbies Lieblingsfarbe dem Image heterosexueller Maskulinität nicht schaden konnte, verkörperten doch Afro-Amerikanische Rapper die rassifizierten Zuschreibungen von Heterosexualität, Hypermaskulinität und Aggressivität perfekt. BEING PINK AIN’T EASY ist eine Auseinandersetzung mit dem unstillbaren weißen Begehren nach Schwarzen Ausdrucksformen. Kapitalistische Vermarktungslogiken machen Schwarze Ästhetiken zu einer für jeden verfügbaren performativen Maske. Die Bühnenfigur, der White N, erfährt in diesem Stück eine Hypermarkierung: Sein Pinksein nicht von sich weisen könnend ist er mit der schwer aushaltbaren Tatsache konfrontiert, Profiteur der Weißen Matrix zu sein. BEING PINK AIN’T EASY sucht nach den Ambivalenzen, die zwischen den Abwehrmechanismen wie „White fragility“ (Robin DiAngelo) und Formen kultureller Aneignung verwoben sind.


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