Kunstausstellung

Joan Miró´s Printmaking Workshops


Fünf bedeutende Projekte von fünf verschiedenen Künstler(gruppen) - einschließlich Grafiken von Joan Miró selbst - beleuchten zwanzig Jahre Entwicklungsgeschichte von Mirós ehemaliger „grafischen Werkstatt“ in Palma de Mallorca.

Fünf bedeutende Projekte von fünf verschiedenen Künstler(gruppen) - einschließlich einer Grafik von Joan Miró selbst - beleuchten zwanzig Jahre Entwicklungsgeschichte von Mirós ehemaligen „GrafischenWerkstatt“ in Palma de Mallorca. Mirós Grafische Werkstatt ist Teil seines Nachlasses.

Sein Wunsch war es, dass die Werkstatt weiterhin grafischen Künstlern zur Verfügung stehen und ihnen Impulse für ihreWerke bieten sollte. Jahr für Jahr finden sich in Palma – anMirós ehemaligenWirkungsstätte – Künstler ein, die hier nicht nur an einem besonderen Ort Projekte (mit sehr unterschiedlichen grafischen Mitteln) entwickeln, sondern auch den Austausch mit anderen Künstlern nützen können.

Joan Miró: „Els Gossos“ – Druckplatte, Probedruck und finaler Druck Der Druck „Els Gossos“ ist nur ein Beispiel von Mirós grafischem Werk. Die Miró-Stiftung in Palma de Mallorca verfügt über eine sehr umfangreiche grafische Sammlung des Künstlers. Anhand von „Els Gossos“ wird der gesamte Schaffensprozess einer Grafik – anhand von Druckplatten, Probedrucken usw. – gezeigt. Ebenso die von Miró verwendeten Techniken und Formate.

Wolf Vostell: Serie „Sarajevo, 3 Fluxus Pianos“, 1995 – (3 Drucke, 2 Offset-Lithographien) Dieses Werk entstand 1993 aus der persönlichen “Beunruhigung” des Künstlers angesichts des Jugoslawien-Krieges, als einer der vielen Schauplätze der Gewalt der Moderne. Das Kunstwerk hat eine musikalisch-skulpturale Komponente und steht für die vom Künstler geschaffene Gleichung „Kunst=Leben=Kunst“.

Wayne Crothers: Projekt „The Island“, 2001 – 6 aneinandergereihte Holzschnitte Der Künstler hat sich anlässlich seines Aufenthaltes in Mallorca mit dem Thema „Inseln“, ihrer Abgeschiedenheit gegenüber der Außenwelt und deren Auswirkung beschäftigt. Er vergleicht darin die Situation von verschiedenen Inselgruppen weltweit.

Künstlergruppe „Democracia“: Projekt „Ser y Durar“, 2010 – digitaler Druck Die Zusammenarbeit der Künstler Iván López und Pablo España entstand, um bewusst den künstlerischen Dialog sowie Konflikt herbeizuführen. Ihr Projekt beschäftigt sich mit dem öffentlichen Raum, der zusehends zur Bühne gerät. Weiters steht das „Bild“ im Mittelpunkt und die vermehrte Verwendung von „Trugbildern“, sowohl in Politik, Technik als auch Kultur.

Patricia Gómez und María Jesús González: Projekt „Tiempo Muerto“, 2011 DasWerk umfasst einen digitalen Druck und einen siebzehn Meter langen Abdruck der Gefängniswände und – türen eines ehemaligen Gefängnisses in Palma. Sieben Fotografien beschreiben den Prozess der „Abdruck-Abnahme“, die das Gedächtnis der ehemaligen Insassen des Gefängnisses veranschaulichen sollen. Antonio Miralda: „Papa stomacal après Miró”, 2011 DasWerk ist in eine linke und eine rechte Hälfte geteilt: links „der Tag“, rechts „die Nacht“.

Zwei Röntgenaufnahmen des Bauchraumes des Künstlers werden einer Zeichnung von Miró („la pomme de terre“, 1928) überlagert. Daraus entsteht ein Zusammenspiel zwischen „Organ“ und „organisch“.


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