Literatur · Film

Joachim Paech, Zum Verhältnis zweier Künste - Literatur und Film


Vortrag und Gespräch mit Hanno Loewy

Literatur - 23. April 2015 - 19:30 Theater am Saumarkt

Film: Hauchtext: Liebesgedicht von VALIE EXPORT
AT 1970 - 1973, 2 min.
Hauchtext ist eine beeindruckend einfache Performance, in der VALIE EXPORT allein durch zwanghaftes Atmen die Spannung kreiert.

Film: Die Beschaffenheit eines Astes von Jens Höffken
AT 2014, 8 min.
Der notorische Tod von Ödön von Horváth (1901–1938)durch den herabstürzenden Ast einer Platane auf den Pariser Champs-Élysées ist der Ausgangspunkt für Jens Höffkens Kurzfilm.

Anschließend: Joachim Paech: Literatur und Film – Eine Einführung
Paech publizierte mit „Film und Literatur“ ein Standardwerk zum Verhältnis der beiden Künste Literatur und Film. Im Vortrag spricht er über ihre Wechselwirkungen ebenso wie über Erzähltechniken im Film und in der Literatur. Darüber hinaus präsentiert der Autor und Medienwissenschafter eine Fülle an literarischen und filmischen Beispielen sowie an historischen Fakten. Anschließend: Diskussion mit Joachim Paech und Hanno Loewy

VALIE EXPORT, Professorin für Gestalten mit technischen Bildmedien, Hochschule der Künste Berlin. Bis 1994 Ordentliche Professorin für Film und Video an der University of Wisconsin. Spielfilme, Avantgardefilme, Video Tapes, Expanded Cinema, Video-Installationen, Computerarbeiten, Persona Performances, Körper-Material-Interaktionen, Fotografie, Installationen, Skulpturen, Objekte, Gobelins, Zeichnungen und Publikationen zur zeitgenössischen Kunstgeschichte. Gründungsmitglied der Austria Filmmakers Cooperative (1968) und von Film Women International (UNESCO) zusammen mit Susan Sontag, Mai Zetterling, Agnes Varda u. a.; mitbegründendes Mitglied der Grazer Autorenversammlung (1971), Foreign Member of the American Cinematheque, Los Angeles (1985).

Jens Höffken, geb. 1985 am Niederrhein geboren. Er studiert seit 2011 „Bildende Kunst“ an der Kunstuniversität Linz. Nach der Schule war er redaktioneller Mitarbeiter verschiedener politischer Organisationen, hospitierte in einer Werbeagentur und schrieb kulturelle Essays. Ab 2007 zog es ihn zum Theater. Er assistierte in einer Reihe von Produktionen, darunter am Düsseldorfer Schauspielhaus, der Deutschen Oper am Rhein und der Deutschen Oper Berlin.

An den kleinen Off-Theatern Berlins und Nordrhein-Westfalens machte er seine ersten eigenen Bühnenerfahrungen und war mit seinen Performances häufiger Gast der Oberhausener Beatplantation, des Jungen Düsseldorfer Schauspielhauses und des ZAKK.

Joachim Paech, Studium der Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie an der Freien Universität Berlin. Zwischen 1975 und 1988 war er Professor a.Z. im Studiengang Medienwissenschaft an der Universität Osnabrück, wo er sich 1978 mit der ‚venia legendi’ Medienwissenschaft habilitierte. Auf eine Gastprofessur an der Katholischen Universität Leuven, Belgien, 1988 folgte 1988/89 eine Gastprofessur für Medienwissenschaft am Institut für Neuere Deutsche Literatur an der Albrecht Ludwigs-Universität Freiburg. Seit 1989 (bis zu seiner Pensionierung 2007) war er Professor für Medienwissenschaft an der Universität Konstanz. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorie und Geschichte des Films, Intermedialität des Films, der Literatur, der traditionellen Künste und der Neuen Medien.

Hanno Loewy, geboren 1961, ist Literatur- und Medienwissenschaftler, Ausstellungsmacher und Publizist. Von 1995 bis 2000 war er Gründungsdirektor des Fritz Bauer Instituts in Frankfurt am Main. Zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zur Geschichte der Filmtheorie, zur Rezeptionsgeschichte des Holocaust, zur Kultur der Moderne, zur jüdischen Geschichte, zum Nationalsozialismus und zur Geschichte der Fotografie.


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