Oper

Jephtha


Ergreifend ist die Tragik des Jephtha im Alten Testament. Um einen Krieg für sich entscheiden zu können, verspricht er Gott ein Opfer: das Blut jenes Menschen, der ihm nach seinem Sieg als Erster begegnen wird. Es wird Iphis sein, seine eigene Tochter, die unschuldig und unwissend vor den siegreichen Vater tritt.

Jephthas Handeln stellt tief gehende Fragen nach der Metaphysik der Opferung, nach Macht und Ohnmacht des Opfers. Es beleuchtet die grausame Einsamkeit und Verzweiflung derer, die in einer solchen scheinbar unlösbaren Verbindung aus Machtanspruch, Treue und Liebe gefangen sind.
Das Oratorium Jephtha ist Georg Friedrich Händels grandioses Alterswerk: Mit großen Chören, affektgeladenen Arien und bewegenden Ensembles gelang ihm mit diesem geistlichen Drama ein letzter musikalischer Höhepunkt, bevor er endgültig erblindete.

Die junge Regisseurin Lydia Steier gibt mit der szenischen Umsetzung dieses Werkes ihr Debut in Wien. Die musikalische Leitung der Aufführung liegt in den Händen von Konrad Junghänel, einem ausgewiesenen Spezialisten der historischen Aufführungspraxis.

Musikalische Leitung und Besetzung

Musikalische Leitung Konrad Junghänel
Inszenierung Lydia Steier
Bühne Elisabeth Vogetseder
Kostüme Ursula Kudrna

Sprecher Christian Ballhaus

Jephtha Lothar Odinius
Storge Maria Streijffert
Iphis Katja Stuber
Hamor Magid El-Bushra
Zebul Raimund Nolte
Engel Maria Skiba

Orchester Kammerakademie Potsdam
Chor Chor der Potsdamer Winteroper


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