Literatur

Jens Harzer, Lesung


Einzig, Goldschmidt, Grill und Weninger: so heißen die vier Männer, die sich in der Wiener Öffentlichen Küche (WÖK) in der Döblingerstraße jahrezehntelang regelmäßig jeweils zwischen Montag und Freitag zum billigst möglichen Mittagessen treffen.

Zu ihnen gesellt sich ein Privatgelehrter, der den Lebensweg der vier zum Ausgangspunkt einer Physiognomik-Studie macht. Die 1980 erschienene Erzählung Die Billigesser (im Band der 13 der Bernhardschen Werke enthalten) kondensiert bis zum äußersten sämtliche Themen Thomas Bernhards: den Versuch, eine Studie zu schreiben, die kleinsten Veränderungen, die größte Konsequenzen beinhalten, die ihrerseits auf ein Lebensunglück zurückgehen, das sich als Lebensglück herausstellt.

Jens Harzer, 1972 in Wiesbaden geboren. Schauspielausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Gehörte bis 2009 fast 16 Jahre dem Ensemble von Dieter Dorn an, erst an den Münchner Kammerspielen, dann am Bayerischen Staatsschauspiel. Daneben gastierte er u.a. an der Schaubühne Berlin, am Deutschen Schauspielhaus Hamburg, den Salzburger Festspielen, am Deutschen Theater Berlin und am Burgtheater Wien. Zusammenarbeit in diesen Jahren u.a. mit Peter Zadek, Andrea Breth, Dieter Dorn, Martin Kusej, Luc Bondy und Jürgen Gosch. 2009 wechselte er an das Thalia Theater Hamburg. Zusammenarbeit dort u.a. mit Dimiter Gotscheff, Luk Perceval und Johan Simons. Preise/ Auszeichnungen u.a. 1996 Kunstpreis Berlin, 2003 Kurt-Meisel-Preis München, 2006 Silver George/ Best Actor Filmfestival Moskau, 2008 und 2011 Schauspieler des Jahres, 2015 Rolf-Mares-Preis Hamburg. Im Film Zusammenarbeit u.a. mit Herbert Achternbusch, Michael Verhoeven, Hans-Christian Schmid, Bülent Akinci und zuletzt Wim Wenders.

Raimund Fellinger - Einführung


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