Theater

Jedermann


Unter Electro-Beats und Rocksounds verwandelt sich das 100 Jahre alte Mysterienspiel "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal in ein vielstimmiges Sprechkonzert von heute. Wie ein Rockstar erkämpft sich Hochmair die Geschichte vom Leben und Sterben des reichen Mannes, verkörpert die verschiedenen Figuren des Stücks, vom Jedermann über den Armen, den Schuldner, die Mutter und die Buhlschaft bis hin zum Tod. Getrieben von Gitarrenriffs und experimentellen Sounds wird Jedermann als Zeitgenosse erkennbar, der in seiner unstillbaren Gier nach Geld, Macht und Ekstase verglüht. Zwischen Leben und Tod katapultiert ihn die Musik in eine ungeahnte Ekstase, mit der sich der Untote ins Grab singt.

Philipp Hochmair verkörpert seine Figuren voller Kraft, aber auch mit Feinheiten und Ambivalenzen, wofür er 2015 den Nestroy-Preis für Bastian Krafts Inszenierung des "Jedermann" beim Young Director's Projekt der Salzburger Festspiele erhielt. Hochmair, der bei Klaus Maria Brandauer in Wien und am Conservatoire National Supérieuer d’Art Dramatique in Paris studierte, spielte am Wiener Burgtheater und Hamburger Thalia Theater und in zahlreichen Filmen und Serien im Kino und Fernsehen, darunter "Die Vorstadtweiber", "Kater" und diverse Tatort-Folgen. "Jedermann Reloaded" ist sein viertes Solo-Programm nach "Werther" (Goethe), "Amerika" und "Der Prozess" (beide Kafka).

Die Band Elektrohand Gottes besteht aus dem Gitarristen und Künstler Tobias Herzz Hallbauer, dem Bassisten und Elektroklangkünstler Jörg Schittkowski sowie Alvin Weber am Schlagzeug.

"Wer diese glitzernde, schmerzende, magische, hoch emotionale Darbietung gesehen und gehört hat, den lässt sie so schnell nicht mehr los. Den Abgesang auf den reichen Mann in der Lebensmitte belebt Hochmair allein und wird damit zum Ereignis. In einem fast übermenschlichen Akt treibt er seine Solo-Erfahrungen auf die Spitze." (Hamburger Abendblatt)


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