Theater

Jeder ... Niemand / Graz und die Menschenrechte


Zum Anlass des 15-jährigen Jubiläums von Graz als erster europäischer Menschenrechtsstadt überprüft der Regisseur Clemens Bechtel für das Schauspielhaus den Titel „Stadt der Menschenrechte“ und seine Bedeutung in der Praxis anhand von drei Fallbeispielen, die spielerisch innerhalb eines Parcours im Gerichtsgebäude umgesetzt werden.

Es geht um die Haftsituation eines Jugendlichen in Guantanamo, um ein Mädchen, das aus Österreich nach Syrien reiste, um dort den IS zu unterstützen und schließlich die Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Graz. Das Publikum erlebt in einer geführten Tour drei unterschiedliche Geschichten, ausgehend von dokumentarischen wie auch fiktiven Texten, an drei verborgenen Stationen, die so manche Fragen und Geheimnisse mit sich bringen.

Der Weg zum Spielort, dem Oberlandesgericht und Landesgericht für Zivilrechtssachen am Marburger Kai 49, wird mit der Zuschauergruppe von max. 20 Personen zusammen zurückgelegt. Dauer des Gerichtsparcours beträgt ca. 90 Minuten.

Monolith – eine begehbarer Ausstellungscontainer

Die Geschichten aus dem szenischen Parcours von „Jeder…Niemand. Graz und die Menschenrechte“ fließen hier in die Form einer Installation auf einem öffentlichen Platz ein. Der Monolith soll zwei Wochen lang als Störobjekt in der Innenstadt Graz für Aufmerksamkeit sorgen und beinhaltet eine assoziative und künstlerische Ausstellung, die mit der körperlichen Wahrnehmung des Publikums spielt, um die Beziehung zwischen Schutz und Bedrohung spürbar zu machen. An vier Terminen im Juni finden öffentliche Podiumsgespräche mit Experten und Expertinnen aus Graz zum Thema Menschenrechte statt.

Ein Rechercheprojekt von Clemens Bechtel

REGIE
Clemens Bechtel
AUSSTATTUNG
Frank Holldack
DRAMATURGIE
Jennifer Weiss
MIT
Vera Bommer, Jan Brunhoeber, Gideon Maoz


Vergangene Termine