Theater

Jeder gegen Jeden. Uraufführung


In vorauseilender Paranoia werden die österreichischen Grenzen dicht gemacht. Mit dem Fehlen der Solidarität zum Außen bricht auch die Solidarität im Innen. Vor dieser Kulisse entwirft Martin Gruber mit seinem aktionstheater ensemble das Bild einer schleichenden Entsolidarisierung in unserer Gesellschaft und reißt dieses Szenario auf Alltagskonflikte herunter.

Roswitha ist die prototypische Wutbürgerin, für die, dank TTIP und Finanzwelt, alles den Bach runter geht. Babett ist Mietshausbesitzerin, findet aber keinen Anschluss. Kirstin will keinen Anschluss, fühlt sich vom sozialen Umfeld bedrängt. Isabella will endlich bei einem positiven Stück mitspielen, Susanne ist das sowieso alles scheißegal. Martin ist Anarchist und hätte die Lösung, das will aber niemand hören. Alexander will auch nichts hören, freut sich aber, dass man wieder alles sagen darf. Alev geht ihre Großfamilie auf die Nerven und Michaela will unbedingt ein Watschenspiel machen.

„Näher an der Gegenwart kann Theater nicht sein!" - nachtkritik.de

„Martin Grubers neuster Geniestreich: So herrlich komisch und doch so traurig und bewegend schleicht es sich ganz gemein an, nimmt dich mit und lässt dich dann gnadenlos fallen." - KULTUR

„Das aktionstheater ensemble hat wieder zugeschlagen. Diesmal auch im wahrsten Sinne des Wortes: virtuos, gesellschaftlich hochbrisant, präzise durchkomponiert, eine äußerst starke Ensembleleistung, ein Abend der heißkalten Schauer, ein Muss!" - Kronenzeitung

Buch, Regie: Martin Gruber
Text: aktionstheater ensemble, Martin Gruber und Wolfgang Mörth
Dramaturgie: Martin Ojster
Bühne, Kostüme: Ona B.
Musik: Andreas Dauböck, Martin Hemmer
Regieassistenz: Hacer Göcen
DarstellerInnen: Babett Arens, Susanne Brandt, Michaela Bilgeri, Martin Hemmer, Alev Irmak, Isabella Jeschke, Alexander Meile, Kirstin Schwab, Roswitha Soukup


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