Tanz · Theater

Jan Martens - Ode To The Attempt


PERFECTION IS BORING –– Jan Martens‘ Generation ist die erste für die der Computer selbstverständlich zum Teil des Körpers gehört, als Backup der Persönlichkeit. Ein Ort an dem sich Datenspeicherung, Content-Suche und Selbstdarstellung manifestiert.

Nur mit diesem Device, Ton- und Lichtpult auf der Bühne dekonstruiert er federleicht Subjektivitäts-Süchte und die kreative Dogmatik seiner vorherigen Gruppenchoreografien. Gleichzeitig offenbart Jan Martens auch seine rudimentäre Ehrlichkeit dem Publikum gegenüber, indem er es teilhaben lässt auf dieser zum Scheitern verurteilten Suche nach Individualität. Dabei destilliert Martens die Essenz seines künstlerischen Schaffens: »Why we like to dance; the
simplest form of making a dance performance: putting on a song and dance to that.«

CHOREOGRAFIE + PERFORMANCE: Jan Martens
PRODUKTION: GRIP vzw
MIT BESONDEREM Dank an: Jeroen Bosch, Kristin de Groot, Michel Spang, Joris van Oosterwijk und allen Bproject Partner-Institutionen: Jheronimus Bosch 500 (NL), Comune di Bassano del Grappa (IT), Dance Umbrella London (UK) , La Briqueterie/CDC du Val de Marne (FR), D.ID Dance Identity (AT), Festival CEMENT (NL), Dansateliers Rotterdam (NL)
UNTERSTÜTZT DURCH: Dutch Performing Arts Fund

Jan Martens, 1984 in Belgien geboren, studierte an der Fontys Dance Academy in Tillburg und absolvierte 2006 am Artesis Conservatory for Dance in Antwerpen. Er wirkte in den Arbeiten von u.a. Koen De Preter, United-C, Mor Shani und Ann Van den Broek mit. 2009 begann er mit seine eigene chreografische Arbeit. Seit 2013 ist Martens „artist in residence“ am International Choreographic Arts Centre (ICKamsterdam) und wird unterstützt von DansBrabant. Ab September 2014 ist er „artist in residence” am tanzhaus nrw Düsseldorf.

Alle Werke von Jan Martens erkunden die Möglichkeit einer perfekten Balance und Symbiose zwischen „Storytelling“ und Konzeptualismus. Er probiert nicht eine neue Bewegungsprache zu erfinden, sondern Formen und bereits vorhandene „recycelte“ Idiome und Orte in verschiedene Settings zu setzen, um so neue Ideen zu erzeugen.

Die Schönheit des unperfekten Körpers steht dabei mehr im Zentrum seiner Arbeit, als überproprtionierte choreografische Komplexität oder physische Virtuosität.


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