Theater

Jan Machacek mit Deborah Hazler & Frans Poelstra - Ewige 80er


Ronald Reagan, Margaret Thatcher und Kurt Waldheim gehen in eine Bar. Was wie ein Witz klingt, könnte der Beginn von Ewige 80er sein. Einer Performance, die eine Zeit aufs Korn nimmt, in der die Angst vor der nuklearen Katastrophe, vor Aids, vor dem Waldsterben und vor der Migration wuchs, in der sich nach der Aufbruchsstimmung der 70er- und 80er-Jahre im kapitalistischen Westen ein konservativer Backlash formierte. Jan Machacek erweckt gemeinsam mit den Performer*innen Deborah Hazler und Frans Poelstra jene Zeit zum Leben und fragt, was den Geist der 80er-Jahre mit unserer heutigen Gesellschaft verbindet.

Das Publikum betritt eine begehbare Installation, in der Videoclips produziert und zugleich präsentiert werden. Man wählt seine Perspektive frei aus und wechselt zwischen der Herstellung von Videoclips und ihrer Ausstrahlung. Die Blue Box, in der die Dreharbeiten stattfinden, wird zur Metapher für ein Leben, dessen Umgebung austauschbar und virtuell wird. Ewige 80er handelt vom Verlust von Utopien, von der Angst vor der Zukunft und von dem, was sich in uns dagegenstemmt. Aus der charmanten Retroatmosphäre schält sich der unangenehme Eindruck, dass die Stimmung der 80er-Jahre mit ihrer Angstlust und Paranoia bis ins Heute hineinreicht.


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