Tanz · Theater

Jakop Ahlbom - Horror


"Horror" ist eine Liebeserklärung an das düstere Genre im Film und weist auf den Reichtum dieser Sparte hin. Zugleich ist es ein eigenständiger, psychologischer Thriller, der vom Erforschen eines Kindheitstraumas handelt.

Ein Gruselspaß: Nach der luftigten Hommage an Buster Keaton, zusehen im Rahmen der letztjährigen TanzTage im Posthof, wildert auch das neue Werk des hinterlistigen niederländischen Regisseurs Jakop Ahlbom beim Kino - sticht dem Publikum dieses Mal allerdings mit Anleihen bei "House on Haunted Hill", "Rosemary’s Baby" bis hin zu "The Ring" ins klopfende Herz.

"Horror" ist eine Liebeserklärung an das düstere Genre im Film und weist auf den Reichtum dieser Sparte hin. Zugleich ist es ein eigenständiger, psychologischer Thriller, der vom Erforschen eines Kindheitstraumas handelt. Erzählt wird die Geschichte einer jungen Frau, die in das Haus ihrer sadistischen Familie zurückkehrt, in dem sie gequält und misshandelt wurde. Sie wird dort mit ihrer unterdrückten Vergangenheit konfrontiert. Der einzige Weg zu überleben, ist, der schrecklichen Wahrheit ins Auge zu sehen.

Ein menschenleeres Haus, eine stürmische Nacht, ein gespenstisches Mädchen mit Seelen stehlenden Augen. Was mit unheimlichen Schatten an der Wand beginnt, eskaliert in einem atemberaubenden Blutbad; Ahlbom verwebt diese für das Genre so typische Textur von Angst und Farce mit wilden Zombie-Kämpfen und viel herumspritzendem künstlichem Blut in einer nervenaufreibenden, dramatischen Handlung, verstärkt durch eine Atmosphäre ungreifbarer Realität.

Jacob Ahlbom kreiert in "Horror" eine surreale Welt des Entsetzens. Dabei benutzt er Spezialeffekte, die es in der Theaterwelt vorher so tatsächlich noch nicht gegeben hat. Ein visuelles Spektakel, das die Zuschauer an den Rand ihrer Sitze rutschen lässt, zugleich aber auch mit Witz mit Poesie wieder erlöst.


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