Theater

Jägerstätter


Felix Mitterer hat für den Theatersommer Haag in Zusammenarbeit mit dem Theater in der Josefstadt ein wunderbares wie berührendes Stück geschrieben. Eine große Liebesgeschichte über einen einfachen österreichischen Bauern, der letztendlich die Welt veränderte. »Vom Weg dieses sturen Bauern, dieses mutigen Mannes, der ›Nein‹ sagte zu einem verbrecherischen Regime, ›Nein‹ sagte zu den Massen mördern, wird das Stück handeln. Und von seinen Zweifeln und Ängsten, von seinen inneren Kämpfen und von seiner Konsequenz, die uns weniger Mutigen ein Stachel im Fleisch ist.«
(Felix Mitterer)

Mitwirkende Gregor Bloéb,
Gerti Drassl u. a.
Intendanz Gregor Bloéb
Regie Stephanie Mohr

Der oberösterreichische Bauer Franz Jägerstätter träumte im Jänner 1938 von einem Zug, in den immer mehr Menschen einstiegen, und er hörte eine Stimme sagen: "Dieser Zug fährt in die Hölle." Dies deutete Jägerstätter als Warnung vor dem Nationalsozialismus. Bei der Volksabstimmung über den Anschluss Österreichs gab er die einzige Nein-Stimme in seinem Ort ab. Am 1. März 1943 erhielt er die Einberufung zur Wehrmacht nach Enns und verweigerte dort den Kriegsdienst. Er wurde verhaftet und nach Berlin gebracht, dort verurteilte man ihn am 6. Juli wegen Wehrkraftzersetzung zum Tode. Zahlreiche gutmeinende Menschen, darunter Freunde, Familie, Kleriker und auch Nazis, redeten ihm zu, die Verweigerung zurückzunehmen und damit sein Leben zu retten. Der sture Bauer aus St. Radegund gab aber nicht nach. So wurde er am 9. August 1943 durch das Fallbeil hingerichtet.
Noch Jahrzehnte nach dem Krieg wurde Jägerstätter von vielen als Feigling, Verräter und "Bibelforscher" denunziert. 2007 endlich wurde ihm offiziell Gerechtigkeit zuteil, indem ihn die römisch-katholische Kirche selig sprach. Die Verachtung vieler blieb, die Familie spürt das noch heute. Vom Weg dieses sturen Bauern, dieses mutigen Mannes, der "Nein" sagte zu einem verbrecherischen Regime, "Nein" sagte zu den Massenmördern, wird das Stück handeln. Und von seinen Zweifeln und Ängsten, von seinen inneren Kämpfen, und von seiner Konsequenz, die uns weniger Mutigen ein Stachel im Fleisch ist. (Felix Mitterer)
**Besetzung **
Regie
Stephanie Mohr

Bühnenbild
Miriam Busch

Kostüme
Alfred Mayerhofer

Musikalische Leitung
Stefan Lasko
Franz Jägerstätter
Gregor Bloéb

Franziska, seine Frau
Gerti Drassl

Rosalia, seine Mutter
Elfriede Schüsseleder

Theresia, Mutter des ledigen Kindes von Franz
Michaela Schausberger

Oberlehrer, Ortsgruppenleiter
Michael Schönborn

Pfarrer Fürthauer
Matthias Franz Stein

Bürgermeister
Stefan Lasko


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