Pop / Rock · Singer-Songwriter

Jack Grunsky


Der „Austro-Kanadier" Jack Grunsky - Gründer der legendären Folk Gruppe „Jack's Angels“ - kehrt für eines seiner seltenen Live-Konzerte nach Wien zurück.

Im Rahmen der Ausstellungsvorbereitung zu "Ganz Wien. Eine Pop-Tour" im Wien Museum fiel öfters der Name Jack Grunsky. Und es tauchten Fragen auf wie: Was macht der Mann heute? Ist er noch als Künstler aktiv? Und, wenn ja, könnte man ihn nach Wien holen? Um es kurz zu machen: Die Antwort ist dreimal ein klares "ja". Mitte März wird Jack Grunsky auf der Bühne des ORF RadioKulturhauses stehen.

Für jene, die einen der Urväter der österreichischen Folk-, Singer/Songwriter- und Pop-Szene kennenlernen wollen, wär's hoch an der Zeit. Für die, die ihn wiedersehen und -hören wollen, auch. This man is a legend. Und er ist der lebende Beweis dafür, dass man in den späten 1960er sowie in den 1970er Jahren – mitten im aufkeimenden Austropop – einen internationalen Blickwinkel haben konnte. Jack Grunsky war kraft seiner Geburt 1945 Österreicher, lebte aber ab 1951 in Kanada. Die Highschool in Toronto erwies sich als prägendes Biotop, wo der junge Grunsky Schlagzeug und Gitarre lernte.

1966 frisch nach Linz und später Wien zurückgekehrt, gründete er gemeinsam mit hiesigen Mitstreitern nach dem Vorbild Peter, Paul & Mary die Folk-Formation Jack’s Angels. Ihr Merkmal: selbstkomponierte Songs mit dreistimmigem Gesang. In den nur zwei Jahren ihres Bestehens veröffentlichten Jack’s Angels auf dem Label Amadeo, das sie unter Vertrag genommen hatte, vier Alben und einige Singles – darunter Evergreens wie "The Prince in Love Is Me". Extensive Touren durch Österreich, Deutschland, die Schweiz und Holland trugen zur Popularität der Band entschieden bei. 1968 startete Jack Grunsky eine Solokarriere. Resultat: drei weitere Alben auf Amadeo (mit Hits wie "Train Station Blues" oder dem für André Heller komponierten "Catherine"), Zusammenarbeit mit Blues-Legende Alexis Korner, Wechsel zum progressiven deutschen Label Kuckuck Records, Gastspiele in ganz Europa. Und, nicht an letzter Stelle, die Sendung "Folk mit Jack", die zwischen 1971 und 1973 ein Zentralorgan der einschlägigen Szene auf Ö3 war.

1974 kehrte Grunsky wieder nach Toronto zurück, wo er zum äußerst erfolgreichen Komponisten und Interpreten von Kinderliedern wurde; sie brachten ihm u.a. diverse Juno-Awards ein. Er tritt ungebrochen – und nun bevorzugt gemeinsam mit seiner Tochter Cosima – auf.


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