Klassik

J. S. Bach und seine Bewunderer


Programm: Ausschnitte aus dem Musikalischen Opfer BWV 1079, sowie Werke von W. A. Mozart, I. Yun, A. Jolivet und anderen

Das Musikalische Opfer ist ein ebenso gut dokumentiertes, wie bis heute bestauntes und in vielen Aspekten rätselhaft gebliebenes Stück Musik. Über den Anlass zur Komposition, die Aufgabenstellung des preußischen Königs an Bach, über das „thema regium“, das Thema des Königs, eine sechsstimmige Fuge aus dem Stegreif herzustellen, wissen wir anscheinend genau Bescheid. Wie dann aber Bach aus diesem Thema eine Ansammlung verschiedenster, vertrackter, kontrapunktischer Kleinformen, drei große Fugen und eine ebenso große Ensemblesonate entwickelt, wurde schon von den Zeitgenossen bestaunt!
Auch Mozart hat sich an diesen Vorgaben in seiner großen c-moll Klaviersonate und Fantasie orientiert, wozu die große Fuge samt Einleitung eine geniale Vorstudie darstellt. Schließlich hat Beethoven in seiner 5. Sinfonie und letzten Klaviersonate daran weitergearbeitet und bis ins zwanzigste Jahrhundert zieht sich die Faszination des „königlichen Themas“.
Wir versuchen, dem nachzugehen, von all dem ein bisschen zu zeigen: die Schönheit, aber auch Vertraktheit des Themas in seinen Spiegelungen und Wandlungen, seine Unfassbarkeit bei aller Deutlichkeit. Der Kanon als ewige, vollendet unabschließbare Musik. Das Opfer, welches freilich keinem irdischen Monarchen zugedacht ist. Darbringung, aber auch Anrufung, wie sie in den Incantations von Jolivet anklingt. Und vielleicht ist der ursprüngliche Wortsinn der „Zerstückelung“, als zergliedernde Untersuchung in der kompositorischen Idee bei Bach doppelsinnig erhalten.

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