Klassik

Ivana Pristašová – Violine, Boris Boho – Violoncello, Christian Zaugg – Klavier


Das Konzert steht, wie der Beginn des Festivals, im Andenken an den Horror des Krieges, ein Thema, das Weinberg in seinen Kompositionen immer wieder verarbeitet – wie auch die Ermordung seiner Familie in Auschwitz und die Shoa.

Seine letzte fertiggestellte Symphonie ist den Opfern des Warschauer Ghettos gewidmet, eines der Streichquartette seiner Schwester Esther – sie wurde in Auschwitz vergast. Viele seiner Werke nehmen bereits im Titel Bezug auf die Grauen des Krieges und der Menschen. Schönbergs Sextett Verklärte Nacht (1899, Text: Richard Dehmel; hier in der Trio-Version von Eduard Steuermann) allerdings spricht noch in glühendem Klingen von Liebe und Hoffnung auf ein besseres Sein. Den Abend vervollständigt Musik von Erwin Schulhoff (sein Duo für Violine und Violoncello), dessen Werk ab Mitte der 1980er Jahre durch Gidon Kremer eine Renaissance erlebte. Als Jude, Kommunist und sowjetischer Staatsbürger fiel er 1942 dem Nazi-Regime zum Opfer.


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