Neue Klassik · Klassik

Iunctus


Der “Lock-Down” stellte besonders KünstlerInnen, die kollektiv wirken und werken, vor besondere Herausforderungen. Weitreichende Einbußen und Ungewissheiten der Zukunft tauchen die Welt der Bühne weiterhin in gedämpftes Licht.

Chefdirigentin Nazanin Aghakhani, Wienerin mit persisch-russischen Wurzeln, will mit dem von ihr eigens ins Leben gerufenen Orchester “I U N C T U S” nicht nur sich selbst wieder mit weiteren Musikschaffenden verbinden, sondern auch mit den Zuhörenden, mit dem Publikum.

“I U N C T U S” sieht es auch als Mission, Altes & Neues zu verbinden - so wird zu wohlbekannter Wiener Klassik auch skandinavische Musik präsentiert, sowie Werke einer KomponistIn (Binnen-I!) unserer Zeit - diesmal eine Weltpremiere aus Aghakhani´s eigener Feder namens “ I U N C T U S”.

ROGRAMM:

KONZERT-MODUL 1, 8. Juli 2020, 18:30 bis 19:30 Uhr

Grieg, E. “To Nordiske Melodier” , op. 63

Aghakhani, N. “I U N C T U S 1“ - Weltpremiere

Mozart, W.A. Symphonie Nr. 29 in A-Dur

KONZERT-MODUL 2, 8. Juli 2020, 20:30 bis 21:30 Uhr

Sibelius, J. “Valse Triste”, op. 44

Aghakhani, N. “I U N C T U S 2“ - Weltpremiere

Mozart, W.A. Symphonie Nr. 40 in g-Moll

KONZERT-MODUL 3, 9. Juli 2020, 18:30 bis 19:30 Uhr
Grieg, E. “To Nordiske Melodier” , op. 63
Aghakhani, N. “I U N C T U S 3“ - Weltpremiere

Mozart, W.A. Symphonie Nr. 29 in A-Dur

KONZERT-MODUL 4, 9. Juli 2020, 20:30 bis 21:30 Uhr

Sibelius, J. “Valse Triste”, op. 44

Aghakhani, N. “I U N C T U S 4“ - Weltpremiere

Mozart, W.A. Symphonie Nr. 40 in g-Moll

Nazanin Aghakhani hat sich in der letzten Dekade als Dirigentin im Bereich komplexer Oper und Symphonie etabliert - ebenso als Jurorin, Vortragende, Publizistin und Komponistin weltweit einen Namen verschafft.

Die „Pionierin in viererlei Hinsicht“ (Turun Sanomat, Finnland) hat bereits 2010 als erste Frau in der Geschichte im Iran das Pult betreten (Tehran Symphony Orchestra). Ebenso ist Aghakhani besonders für last-minute Einspringer als Dirigentin für neues Repertoire bekannt.

So war u.a. Nazanin Aghakhani innerhalb von zwei Wochen für die Einstudierung der ersten zeitgenössischen Produktion an der Volksoper Wien für das Werk „Limonen aus Sizilien“ von Manfred Trojahn einberufen worden.

Zusätzlich zu ihren Dirigaten ist Aghakhani, ehemalige Konzertpianistin, ihrem Instrument treu geblieben und hat sechs Alben mit ihren eigenen Solo-Improvisationen und Kompositionen veröffentlicht.

Bereits in der letzter Saison debütierte die gebürtige Wienerin mit persisch-russischen Wurzeln mit Orchesterwerken aus eigener Feder, die sie in Skandinavien und in Mitteleuropa, u.a am Konzerthaus und im Musikverein Wien, unter eigener Leitung zur Aufführung brachte.

Neben Auftragskompositionen für grosses Orchester und weiteren Dirigaten erwartet Aghakhani in kommender Saison CD-Aufnahmen mit eigenen Werken und die Veröffentlichung ihres ersten Buches „Dirigieren mit Verantwortung“- zudem wird Aghakhani weiterhin wöchentlich auf ihrem YouTube-Kanal mit ihrer pädagogischen Serie „NCS - Nazanin‘s Conducting Secrets“ zu sehen und zu hören sein.

Nach der Weltpremiere der Oper “Fatal Lessons” von Ville Raasakka berichtete das finnische Hauptblatt “Helsingin Sanomat” über die Dirigentin:

“Nazanin Aghakhani weiß mit ihrem Taktstock in Präzision jeden einzelnen Musiker an seinen exakten künstlerischen Platz zu setzen. Sogar nachdem die Oper ihr Ende fand, war der gesamte Saal noch mit enormer Elektrizität, Brillanz und ihrem mentalen Sturm erfüllt, den sie alleine durch ihre imposante musische Kraft erzeugt hatte...“


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